Bedoeld is: antroposofie in de media. Maar ook: in de persbak van de wijngaard, met voeten getreden. Want antroposofie verwacht uitgewrongen te worden om tot haar werkelijke vrucht door te dringen. Deze weblog proeft de in de media verschijnende antroposofie op haar, veelal heerlijke, smaak, maar laat problemen en controverses niet onbesproken.

woensdag 21 juni 2017

Synthese

Vandaag begint de zomer. En vandaag ook een nieuwe aflevering van deze kroniek. Antroposofie Magazine had twee dagen geleden het nieuws ‘Oprichter Sekem overleden’:
Op donderdag 15 juni 2017 overleed op tachtigjarige leeftijd prof. dr. Ibrahim Abouleish, oprichter van het op duurzame ontwikkeling gerichte SEKEM-initiatief in Egypte. Na een geslaagde carrière als farmacoloog in Oostenrijk, besloot de geboren Egyptenaar veertig jaar geleden terug te keren naar zijn vaderland om iets te doen aan de sociale en economische achteruitgang van zijn vaderland. In de woestijn kocht hij een stuk land, waar hij tegen alle logica in begon met het ontwikkelen van een landbouwproject dat de woestijn vruchtbaar moest maken en werkgelegenheid en opleidingskansen moest scheppen voor het grote leger werkloze en (semi-)analfabete Egyptenaren in de omgeving van Belbeis, 60 km noordoostelijk van Cairo.

Vandaag de dag biedt het project werk aan ruim 1.500 mensen en profiteren ruim 20.000 mensen van voorzieningen als het medisch centrum, de SEKEM-school en vakopleiding en de inzet van sociaal werkers in de dorpen rond de SEKEM-farm. Maar daar bleef het niet bij. Sinds 2008 zijn drie grote landbouwlocaties van in totaal 3.000 ha in ontwikkeling in de Sinaï-woestijn, bij Bahareya in de westelijke woestijn en bij Minya in het zuiden. In 2012 opende Abouleish in Cairo de Heliopolis Universiteit voor Duurzame Ontwikkeling. In 2003 ontving hij de Right Livelyhood Award, beter bekend als de Alternatieve Nobelprijs, en trad hij toe tot de Wereldtoekomstraad. Tal van universiteiten verleenden hem eredoctoraten, waaronder de Technische Universiteit Graz waar Abouleish in 1965 zijn diploma behaalde. In Nederland kreeg SEKEM bekendheid door de Tegenlichtdocumentaire Groen Goud 2, die de VPRO in oktober 2014 uitzond.

Foto: Ibrahim Abouleish (rechts) leidt de Duitse ambassadeur rond (Sekem, 2016)

In Antroposofie Magazine publiceerden we in september 2016 een artikel over dit antroposofisch geïnspireerde initiatief in Egypte. Klik HIER om het artikel te lezen.
News Network Anthroposophy Limited (NNA) had meteen de dag na zijn overlijden al een uitvoerige necrologie:
“Ich wollte, dass sich die ganze Welt entwickelt”

Von NNA-Korrespondentin Cornelie Unger-Leistner

Der SEKEM-Gründer und Sozialpionier Ibrahim Abouleish ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Mit seiner Vision und seinem Mut hat er viele Menschen inspiriert.

KAIRO/STUTTGART (NNA) – Einer der großen Sozialpioniere unserer Zeit, Dr. Ibrahim Abouleish, ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb der Gründer des ägyptischen SEKEM-Projekts und Träger des alternativen Nobelpreises am 15. Juni im Alter von 80 Jahren.

Sein Bestreben war stets, ein Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft SEKEM, zum Wohl Ägyptens und der Welt durch das Vorantreiben nachhaltiger Entwicklung zu leisten, heißt es in der Mitteilung zu seinem Tod. Mit seiner Vision und seinem unglaublichen Mut habe er viele Menschen inspiriert: “Heute beten wir für ihn und wir sind ihm dankbar für all das, was er für und mit uns geleistet hat”. Nach islamischem Brauch wird Abouleish unmittelbar am Tag nach seinem Tod beigesetzt.

Ende Mai beging das SEKEM-Projekt in Stuttgart sein 40jähriges Jubiläum in Kreis seiner fördernden Freunde, dort hatte der Sohn Helmy Abouleish – im Projekt die rechte Hand des Vaters – diesen bereits bei den Feierlichkeiten vertreten. Wie wichtig die SEKEM Freunde Deutschland im internationalen Netzwerk der Unterstützer sind, wurde bei der Feierlichkeit hervorgehoben.

Das SEKEM-Projekt steht weltweit als Vorbild für nachhaltige Entwicklung, die gleichermaßen Mensch und Natur gerecht wird. Abouleish, der auch dem Weltzukunftsrat angehörte, war dafür 2003 mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden mit der Begründung, sein Projekt vereine in vorbildlicher Weise kulturelle, soziale und wirtschaftliche Zielsetzungen in einer “Ökonomie der Liebe”.

SEKEM – altägyptisch für “Kraft der Sonne” – begann 1977 auf einem unwirtlichen Wüstengelände 60 Kilometer nordöstlich von Kairo, das Abouleish mithilfe der Methoden der biodynamischen Landwirtschaft in eine grüne Oase verwandelte.

Im Laufe der Jahre entstand eine Gruppe von Unternehmen und Einrichtungen, darunter auch Schulen und ein medizinisches Zentrum. Die Mittel, die durch Heilpflanzenanbau und den Export von biologisch erzeugter Baumwolle nach Europa erwirtschaftet werden, investiert SEKEM im kulturellen Bereich, als jüngstes Projekt entstand die Heliopolis Universität in Kairo. Insgesamt beschäftigt SEKEM 2.000 Menschen.

Pioniertätigkeit

Schon früh kündigte sich sein späterer Pioniergeist im Lebenslauf von Abouleish an. 1937 im Dorf Mashkul im Nildelta geboren, verließ er Ägypten nach seiner Schulzeit in eigener Regie und ohne den Segen seiner Familie. Im Abschiedsbrief an seinen Vater zeichnete er bereits eine Vision der Schaffung von Arbeitsplätzen, von Infrastruktur und kulturellen Einrichtungen in seiner Heimat, so stellte er sich seine Rückkehr nach Ägypten vor. Mit diesem Brief wollte er Verständnis bei seinem Vater wecken, der den Sohn eigentlich für die Übernahme seiner beiden Firmen in Kairo vorgesehen hatte und ein Studium in Europa als überflüssig ansah.

Aber den jungen Ibrahim zog es mit Macht nach Europa, schon in der Schulzeit hatte die Lektüre von Goethe-Texten in ihm die Sehnsucht nach dem anderen Kontinent und seinem kulturellen Leben geweckt, wie er in der autographisch angelegten Schilderung des SEKEM-Projekts, dem Buch Die SEKEM-Symphonie beschreibt.

Durch persönliche Kontakte verschlug es ihn nach Österreich, in Graz begann er ein Studium der Chemie, das er mit der Promotion abschloss. Er heiratete dort noch als Student seine österreichische Frau Gudrun und gründete in jungen Jahren eine Familie. Die Enteignung der Firmen seines Vaters durch das Nasser-Regime, das eine sozialistische Gesellschaftsordnung in Ägypten anstrebte, durchkreuzte die Pläne des Vaters, der seinen Sohn immer noch lieber in der eigenen Firma gesehen hätte. So blieb Ibrahim Abouleish in Österreich und machte dort Karriere. Bis zu seinem 40. Lebensjahr war er an leitender Stelle im Forschungsbereich der pharmazeutischen Industrie tätig.

Seinem Heimatland Ägypten und dessen wechselvollem Schicksal fühlte sich Abouleish jedoch immer verbunden. Kontakte zu führenden Politikern brachten ihn schließlich dazu, doch wieder zurückzukehren – mit eigenen Zielen, die der Vision aus seiner Jugendzeit entsprachen. Vor allem der nicht endende Krieg in Nahen Osten veranlasste ihn schließlich zu handeln: “Eine nachhaltige Lösung würde jedoch darin bestehen, den Menschen Bildung und Arbeit zu geben. Hier lag ein starkes Motiv für meine Rückkehr nach Ägypten”, schreibt er in seinem Buch.

Synthese

Abouleish brachte zukunftsweisende Ideen mit zurück an den Nil, denn in Österreich war er auf das Werk von Rudolf Steiner aufmerksam geworden. Beeindruckt hatten ihn vor allem Steiners Philosophie der Freiheit, die biodynamische Landwirtschaft und die Idee des freien Schulwesens. Außerdem berichtet er in seiner Lebensschilderung, wie für ihn der geistige Strom des Orients, in dem er aufgewachsen war, in seinen Jahren in Österreich mit der europäischen Kultur zu einer Synthese verschmolzen war: “Nun erlebte ich zunehmend Augenblicke, in denen sich diese zwei Strömungen in meiner Seele verbanden und in denen ich weder Europäer, noch Ägypter war.” Händels Messias zum Beispiel habe er “mit muslimischen Ohren” als Lob Allahs gehört. Die Vereinigung der beiden Kulturströme habe er als “herrliches Freiheitsgefühl” , als “höchstes Glück” und “höchste Freude” erlebt.

Überall in der europäischen Kultur habe er Elemente entdeckt, die ihm wie die Verwirklichung der islamischen Ideale erschienen seien. Die Moralität, die ihm sein islamischer Glaube mitgegeben habe, habe ihn auch vor vielen widrigen Einflüssen beschützt, betont Abouleish, der sich auch zeitlebens für eine Verständigung zwischen den Religionen eingesetzt hat. Den Anfang hatte er mit seiner eigenen Ehe gemacht, bei der er als Moslem eine katholische Trauung akzeptiert hatte. Seminare im SEKEM-Projekt sollten ebenfalls zum gegenseitigen Verständnis der Religionen beitragen.

Abouleish sieht im Islam Entwicklungsbedarf, obwohl seit Jahrhunderten z.B. an der Al Azhar Universität in Kairo zu religionsphilosophischen Fragen geforscht werde, fehlten die Auswirkungen dieser geistigen Bemühungen auf das praktische Leben. Dieses sei im Islam “stark konservativ”. Immer noch werde in vielen Lebensbereichen als Orientierung das angeführt, was der Prophet im 7. Jahrhundert angegeben habe, einer Zeit ohne Industrie, Wirtschaftsleben und Technisierung. Als Konsequenz sieht Abouleish eine mangelnde Innovation im Rechts- und Wirtschaftsleben und auch ein Widerstreit in der Seele des einzelnen Moslem.

“Doch ich stand immer wieder erschüttert vor der Spaltung des inneren, religiös empfindenden Menschen einerseits, der aus sich und seiner Religion heraus nie dem Boden, den Pflanzen, den Tieren oder seinem Mitmenschen schaden würde – und dem anderen Menschen andererseits, der in der Arbeitswelt steht.” Dort habe er seine muslimischen Glaubensbrüder “nicht wahrhaftig an die Inhalte ihre Religion anknüpfend” erlebt. Mit Boden, Geld – ja mit den eigenen Kindern – würde so umgegangen, wie wenn sie einem für alle Ewigkeiten gehörten, mahnt Abouleish in seinem Buch. (S.49/50).

Entscheidender Beitrag

Durch die Beschäftigung mit der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners machte Abouleish die Entdeckung, dass geistige Inhalte sehr wohl in praktische Arbeitsfelder einfließen und dort äußerst nachhaltig wirken können. Bei seinen Reisen nach Ägypten empfand Abouleish jedesmal den Entwicklungsbedarf und litt unter der tiefen Hoffnungslosigkeit, die er bei der Bevölkerung erlebte. “Durch die Beschäftigung mit der Geisteswissenschaft ahnte ich einen Weg, der sie aus ihrem Elend herausführen könnte”.

Leicht ist dem in Europa wirtschaftlich erfolgreichen Chemiker Abouleish der Abschied dann doch nicht gefallen, als er sich entschieden hatte, nach Ägypten zurückzukehren. “Auf dem Schiff zerriss mein Herz...” Wie sehr würde er die Kultur vermissen, die Gespräche mit den europäischen Freunden und die philosophischen Lesungen! Auf der anderen Seite habe er jedoch gefühlt, dass er aufgrund seiner Lernfähigkeit, seiner Schaffenskraft und seinem sozialen Können in der Lage sein würde, in Ägypten Entscheidendes beizutragen. Diese Begabungen, so schreibt er, wollten “wie Samen in die Erde Ägyptens versenkte werden, um dort zu neuem Keimen, Wachsen und Gestalten zu verhelfen”.

40 Jahre später ist aus dem Wüstensand ein vorbildliches Projekt hervorgegangen – für Ibrahim Abouleish ein Beispiel für Entwicklung auch an anderen Orten: “Dieses Bild einer Oase inmitten einer lebensfeindlichen Umgebung ist für mich wie ein Auferstehungsmotiv in der Frühe nach einer langen Wanderung durch die nächtliche Wüste. Es stand modellhaft vor mir, noch bevor die konkrete Arbeit in Ägypten begann. Und doch wollte ich eigentlich mehr: Ich wollte, dass sich die ganze Welt entwickelt”.

Abouleish ist im Fastenmonat Ramadan verstorben. Seine muslimische Religion war für ihn eine entscheidende Kraftquelle, wie auch aus einem Spruch hervorgeht, den er auf die Mauer seiner Grabstätte in SEKEM hat schreiben lassen. Er hatte sie schon zu Lebzeiten errichten lassen und auf der östlichen Mauer ist dort zu lesen:

“Wenn ich sterbe, oh Herr,
werde ich zu Dir zurückkehren.
Ich säte die Samen in Deinem Namen,
und von Dir kommt die Ernte.
Ich entzündete diese Kerze,
oh Herr, bewahre ihr Licht vor den Finsternissen der Welt.”

Literaturhinweis:
Abouleish, Ibrahim, Die SEKEM-Symphonie: Nachhaltige Entwicklung für Ägypten in weltweiter Vernetzung. Überarbeitete und stark erweiterte Neuauflage, Info3-Verlag, Frankfurt 2015, ISBN 978- 3 – 95779-027-9

Links:
www.sekem.com
www.youtube.com/watch
www.youtube.com/watch (Englisch)
Jens Heisterkamp van Info3 schreef 19 juni ‘Trauer in Ägypten und weltweit. Sekem-Gründer Ibrahim Abouleish gestorben’:
Am 15. Juni ist in Ägypten der Vater der Sekem-Initiative, Dr. Ibrahim Abouleish, nach längerer Krankheit gestorben. Seinen 80. Geburtstag und das 40. Jubiläum der SEKEM-Gründung hatte Abouleish im März noch im Kreise zahlreicher Freunde und Weggefährten begehen können.

Abouleish, der aus einer tiefen Liebe zur deutschen und europäischen Kultur als junger Mann seine Heimat verlassen hatte und lange in Österreich lebte, kehrte nach dem Kontakt mit der Anthroposophie nach Ägypten zurück und begann auf einem unwirtlichen Gelände außerhalb von Kairo mit biologisch-dynamischem Landbau. Trotz vieler klimatischer ebenso wie kultureller Herausforderungen kamen im Laufe der Zeit verarbeitende Betriebe, Waldorfkindergarten und -schule für Mitarbeiter, berufliche Ausbildungen und medizinische Versorgung hinzu. Das Sekem-Gelände wurde zu einem einzigartigen blühenden Garten und international frequentierten Begegnungsort. Sekem veränderte nicht nur die Landwirtschaft und Umweltpolitik in Ägypten, sondern erregte weltweit Aufmerksamkeit als Beispiel für nachhaltige Entwicklung, unter anderem im Rahmen des Weltzukunftsrats und des Weltwirtschaftsforums in Davos. Im Jahr 2003 wurde Ibrahim Abouleish mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Begleitend zu seiner sozialen Pioniertätigkeit bildete für Ibrahim Abouleish der Brückenbau zwischen dem islamischen Orient und der westlichen Welt sowie ein modernes Verständnis des Koran ein Herzensanliegen. Bis zuletzt widmete er sich dem Ausbau von Sekem und insbesondere der Heliopolis Universität, als deren krönendes Vermächtnis er das noch zu errichtende “Haus der Kulturen” vorgesehen hat, ein Ort der friedlichen Begegnung der Religionen, Weltanschauungen und Wissenschaften.

“Wir gehören Gott und zu ihm werden wir zurückkehren”, sagt der Koran. Am 16. Juni wurde Dr. Ibrahim Abouleish nach muslimischem Brauch auf dem Gelände der Sekem-Farm beigesetzt. Neben seiner Familie, seinen Mitarbeitern und Weggefährten und den fast 2000 Sekem-Angestellten trauert auch der Info3-Verlag um einen langjährigen Freund und angesehenen Buchautor.
Op 8 juni had Antroposofie Magazine ‘Weekspreuken in nieuwe vertaling’:
De Stichting Rudolf Steiner Vertalingen heeft een nieuwe vertaling van de Antroposofische weekspreuken van Rudolf Steiner uitgebracht. Het is een prachtig, compact boekje geworden, dat voor iedere week van het jaar een meditatiespreuk bevat. De cyclus begint in de week van Pasen en door het jaar heen geven de spreuken de veranderende stemming weer die de mens kan beleven in zijn verhouding tot de natuur gedurende de 52 weken van het jaar. Een belangrijk verschil met de vorige uitgave (de vertaling van Wijnand Mees en Doorlie Gerdes) is dat vertaler Roel Munniks zich erop heeft toegelegd om het metrum van de spreuken zo veel mogelijk intact te laten.

Door iedere week de spreuk te lezen en op je te laten inwerken, ontstaat bewustzijn voor de verbinding tussen de menselijke ziel en de bovenzinnelijke wereld waarin die ziel is opgenomen.

In het zomernummer van AM besteden we aandacht aan de Sint-Jansspreuk, het hoogtepunt van de weekspreukencyclus.
Op 16 juni meldde AntroVista ‘VOK 1936-1991’:
Tijdschrift Vrije Opvoedkunst publiceert sinds 1933 boeiende en tijdloze artikelen over vrijeschoolpedagogie. Vrijwel alle antroposofische auteurs van de 20ste eeuw hebben voor het tijdschrift geschreven.

Het meeste hiervan is nadien niet opnieuw in druk verschenen. Daarom is zes jaar geleden een begin gemaakt met een online-archief, waarin alle uitgaven worden opgenomen. Wekelijks werd een tijdschrift toegevoegd; begonnen werd met het januarinummer van 1936.

De eerste fase van het project is vandaag afgerond met het plaatsen van het juninummer van 1991. Daarmee zijn alle tijdschriften op A5-formaat gepubliceerd: 317 afleveringen met samen 1631 artikelen. In een later stadium volgen nog de eerste drie en de recente jaargangen, die op groter formaat zijn uitgegeven.

De komende tijd zal eerst de site van het archief vernieuwd worden. Die gaan we optimaliseren voor alle soorten apparaten en browsers. We ontvangen daarvoor graag uw respons! Heeft u vragen of wensen, mist u bepaalde dingen, kan er wel wat verbeterd worden? Mail het naar info@antrovista.com

http://vok.antrovista.com
Op 1 juni schreef de Middelburgse interbode ‘Hans le Duc neemt afscheid van Vrije School’:
Hans le Duc (65) heeft veertig jaar voor de klas gestaan en zich geen moment verveeld. Met passie en toewijding begeleidde de Middelburger menig leerling in het ontdekken van zichzelf door antroposofisch onderwijs. Dit schooljaar neemt hij afscheid van de Vrije School Zeeland. (…)

In 1975 kwam Le Duc van de Mulo en begon als invaller op verschillende christelijke scholen. In 1977 kwamen er extra klassen bij op de Vrije School Zeeland. Hans le Duc werd voor een van die klassen aangenomen. “Het was zwaar, maar zo leuk. Er waren nog geen lesmethodeboeken, alles moesten we zelf ontwikkelen. Maar met de ‘instructie’-boeken van grondlegger van Rudolf Steiner als leidraad kwamen we al een heel eind.”
Ook De Faam maakte op 7 juni melding van ‘Veertig jaar topsport op de Vrije School’:
Hans werkt al 40 jaar als leerkracht op de Vrije School in Middelburg. Elke dag begroet hij de leerlingen bij binnenkomst. Hans: In het begin nam ik de leerlingen zes jaar lang mee. Maar met een nieuwe regel is dit nu vier jaar. Persoonlijk vind ik dat je dit moet laten afhangen van de klas, de ouders en de leerkracht.
‘Groene Prijs 2017 voor groen schoolplein Vrije School Michaël’ schreef Nieuws Overijssel:
Maandag, 5 juni, Wereldmilieudag, maakt GroenLinks de winnaar van de Groene Prijs 2017 bekend. De onderscheiding gaat dit jaar naar de Vrije School Michaël voor hun groene schoolplein. (…)

De Groene Prijs is een onderscheiding voor mensen of organisaties die zich bijzonder inzetten voor groen en duurzaamheid in Zwolle. Zwollenaren konden de afgelopen tijd kandidaten nomineren voor de prijs. Uit de vele inzendingen heeft de fractie van GroenLinks Zwolle de prijs toegekend aan het groene schoolplein van de Vrije School.
‘Vereniging van vrijescholen steunt oproep #POinactie’ maakte deze organisatie bekend op 9 juni:
De Vereniging van vrijescholen onderschrijft de doelen van #POinactie en steunt de oproep voor betere arbeidsvoorwaarden voor leraren. De leraar heeft een sleutelrol op de vrijeschool en moet in staat worden gesteld om goed onderwijs te geven. Er moet meer waardering en ruimte komen voor leraren. In tijd én in geld.

#POinactie

In het onderwijs is de afgelopen periode een publiek debat ontstaan over het schrijnende (toekomstige) lerarentekort én de scheefgroei van lerarensalarissen in het primair onderwijs ten opzichte van het voortgezet onderwijs. Een actiegroep van leraren, #POinactie, doet daarom een dringend beroep op de politiek en de samenleving voor:

1. Een eerlijk salaris; het primair onderwijs wordt structureel onderbetaald.
2. Een investering in het onderwijs voor minder werkdruk.

Lerarentekort

Het lerarentekort loopt de komende jaren schrikbarend op. In 2020 zijn er ruim 6.000 leerkrachten te weinig en in de vijf jaar die daarop volgt loopt dat op naar 16.000. Ook vrijescholen, die vanwege de landelijke groei juist meer leraren nodig hebben, wordt dit een enorme uitdaging. Daarom is het van groot belang dat het onderwijs voor huidige en nieuwe leerkrachten aantrekkelijker wordt: minder werkdruk, meer salaris.
In NRC Handelsblad verscheen op 8 juni een artikel van onderwijsredacteur Maarten Huygen onder de titel ‘Vmbo laag? Je leert er tenminste wel een vak’:
Leerlingen zijn er niet trots op, als ze op het vmbo een praktijkopleiding volgen. Maar wat is er eigenlijk mis mee? “Ik heb hier zoveel geleerd.”
Daarin kwamen ook vrijescholen ter sprake:
In de vrije school, die antroposofische methoden gebruikt voor vorming van lichaam en geest, vinden veel hoogopgeleide ouders een uitweg als hun kind te laag scoort voor vwo/havo. Die ouders worden aangesproken door de gezamenlijke brugklassen, het accent op creatieve en ambachtelijke vakken en geestelijke vorming.

Vrije scholen hebben minder te maken met de problemen van achterstandswijken. Vooral in de grote steden en in het basisonderwijs zijn ze in opmars, en ze zijn allang niet meer exclusief antroposofisch. Van de 93 vrije scholen bieden er achttien middelbaar onderwijs, inclusief vmbo. In de Rotterdamse wijk Katendrecht is zelfs een vrijeschoolafdeling in oprichting voor alleen vmbo basis- en kaderberoeps, de eerste in het land. Dit najaar beginnen er twee klassen.
Huijgen liet oprichters Michael Zoutendijk en Rinske Kreukniet aan het woord, verbonden aan het Rudolf Steinercollege in Rotterdam, die op deze nieuwe afdeling gaan werken.

Voetbaljournalist Willem Vissers heeft een wekelijkse column in de Volkskrant over zijn gehandicapte zoon Samuel. Op 7 juni schreef hij ‘Samuel gaat naar de antroposofische dagopvang, een liefdevol nest’:
Welk schooltje zou passen bij Samuel, vroegen wij ons af nadat we hadden ontdekt dat zelfs onderwijs voor kinderen met een meervoudige beperking op een tyltyl- of mytylschool voor hem te hoog gegrepen was. (…)

We vonden Rozemarijn, op antroposofische basis. Veel meditatie dus, geestelijke kracht, innerlijkheid. De eerste locatie was op het terrein van Sein in Heemstede, bij de polikliniek voor epilepsie. Ze hadden nog maar twee groepjes en ze verontschuldigden zich voor een lekkage, maar het gevoel was meteen warm en hartelijk.
Op 8 juni berichtte de NVAZ in ‘Vandaag is de samenwerkingsovereenkomst met het VU voor het Bernard Lievegoed Onderzoekscentrum getekend’:
Vanmiddag is op de Vrije Universiteit de samenwerkingsovereenkomst tussen de faculteit voor Godgeleerdheid en de NVAZ getekend. Met deze formele ondertekening wordt het Bernard Lievegoed Onderzoekscentrum ingebed binnen deze faculteit. Namens de VU ondertekende de decaan Ruard Ganzevoort en voor de NVAZ Ted van Schie.
DeSeizoenen maakte melding van een ‘Brand bij Atelier van Verdandi’:
Op maandagmiddag 12 juni is er een flinke brand geweest in een werkgebouw van Verdandi in Loenen. Het gaat hier niet om onze locatie de Grootte Modderkolk, maar om een gedeelte van een leegstaande school dat we huren voor creatief werk door onze cliënten (creatieve werkplaats het Atelier). Gelukkig hebben zich geen persoonlijke ongelukken voorgedaan. De vier cliënten en twee begeleiders zijn op tijd en rustig naar buiten gegaan. Nadat bleek dat de brand niet zelf geblust kon worden is snel de brandweer gebeld. Helaas lijkt het erop dat het hele gebouw in vlammen is opgegaan en onze inventaris en werkstukken verloren zijn gegaan.

We zijn vooral opgelucht dat er geen mensen gewond zijn geraakt. Er wordt natuurlijk gekeken welke nazorg nodig is voor cliënten en medewerkers. Uiteraard wordt onderzocht hoe de brand heeft kunnen ontstaan.
Omroep Gelderland schreef die dag ‘Brand verwoest kunstwerken van gehandicapten: ‘Gelukkig is iedereen oké’:
Mooie kunstwerken gemaakt door de gehandicapten, weefgetouwen en hulpmiddelen. Het is allemaal weg. Door een grote brand in Loenen maandagmiddag is het atelier van zorginstelling Groote Modderkolk volledig verwoest. ‘De werken zijn we kwijt, maar gelukkig is iedereen er goed uitgekomen’, laat algemeen directeur Merlijn Trouw opgelucht weten.

Het atelier was volop in gebruik door de Woon- en Werkgemeenschap Verdandi waar Groote Modderkolk deel van uitmaakt. Dagelijks kwamen er (meervoudig) gehandicapten voor dagbesteding naar het oude schoolgebouw.

Op zoek naar andere locatie

Volgens Trouw is er voor de komende dagen een oplossing. ‘We kunnen cliënten tijdelijk thuis dagbesteding geven, maar we moeten natuurlijk zo snel mogelijk op zoek naar een andere, geschikte locatie.’ Per dag maken zo’n zes tot acht cliënten gebruik van het atelier waar voorheen de school Wonderwijs was gehuisvest.

‘Ik wil precies weten wat er is gebeurd

Trouw is blij dat zowel de medewerkers als de cliënten op tijd uit het schoolgebouw konden komen. ‘Hoe de ontruiming precies is gegaan, daar heb ik nog geen beeld van. We zullen een incidentenonderzoek instellen. Ik wil precies weten op welk moment er wat is gebeurd en of we juist hebben gehandeld. Met als doel: leren van dit incident.’

Zie ook:
• Grote brand legt dagbesteding Loenen in de as
• ‘Toen ik om de hoek keek, sloegen de vlammen uit het gebouw’
Ander nieuws kwam er gisteren vandaan in ‘Nieuw Magazine DeSeizoenen: Vier’.
We presenteren graag het nieuwe magazine van DeSeizoenen aan jullie! Het magazine heet ‘Vier’, wat verwijst naar de vier seizoenen, maar ook naar ‘vier het leven’. Het magazine komt vier keer per jaar uit: in de zomer, herfst, winter en lente! Veel leesplezier in deze eerste Zomereditie!
Streekblad Zoetermeer had op 8 juni nieuws over ‘Biologisch boeren in de Meerpolder’:
Gerard en Mariëtte de Groot geloven er in dat dingen een natuurlijke loop hebben. Gerard besloot biologisch te gaan boeren en Mariëtte heeft al jaren een levenswijze gericht op ontwikkeling met affiniteit voor de antroposofie en de vrije school. Het komt samen op het gezellig, kleurrijk en vrolijk ingerichte erf van de boerderij aan de Meerpolder.
Op 29 mei was er deze melding ‘anthromedia.net zieht um’:
Liebe Leserschaft, wie bereits an verschiedenen Orten angekündigt, stehen wir vor einem grossen Wandel: Vier Publikationen, die bisher getrennt im Netz existierten aber ein ähnliches Ziel verfolgten, werden in nur wenigen Tagen mit einer gemeinsamen Webseite online gehen: anthromedia.net, die Anthroposophische Gesellschaft der Schweiz, FondsGoetheanum und die Schweizer Mitteilungen werden ihre Kompetenzen bündeln und künftig mit starker Stimme gemeinsam im Netz aufzutreten.

anthromedia.net wird heute von Usern weltweit wegen seiner Informationsbreite und -tiefe geschätzt. Ein Wandel wird sein, dass sich der Inhalt der neuen Seite mehr als zentrale Anlaufstelle für Informationen zur Anthroposophie in der Schweiz konzentrieren wird.

Trotz der Fülle an Informationen werden die Inhalte in leicht verständlicher Form und modernem Design präsentiert. Unabhängig davon, ob Sie uns über Smartphone, Tablet, Laptop oder PC besuchen. Die neue Website ist vollständig responsiv. Nebst einer modernen, übersichtlichen und benutzerfreundlichen Gestaltung bietet die neue Seite eine einfache und klare Navigation. Wir haben Wert gelegt auf ein klares Layout, eine angenehm zu lesende Schriftart und -größe sowie ausreichend Platz zwischen den Text- und Bildelementen.

Wir freuen uns Ihnen in nur wenigen Tagen die neue Webseite unter anthroposophie.ch zu präsentieren. Mit arbeitsintensiven Grüssen Ihre Nadine Aeberhard
Op 6 juni kwam dan het vervolgbericht ‘anthroposophie.ch ist online’:
anthromedia.net wurde von Usern weltweit wegen seiner Informationsbreite und -tiefe geschätzt. Ein Wandel ist nun, dass sich der Inhalt der neuen Seite mehr als Anlaufstelle für Informationen zur Anthroposophie in der Schweiz konzentrieren wird.

anthromedia.net wird auf der neuen Seite weiterhin täglich aktuelle Meldungen bringen und die Veranstaltungen ausbauen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Initiativen mit einem individuellen Login Ihre Termine selber einpflegen werden können. Bitte nehmen Sie dahingehend mit uns Kontakt auf: presse@anthroposophie.ch. Ihre Ansprechpartnerin ist Nadine Aeberhard, die für das Tagesgeschäft verantwortlich ist.

anthroposophie.ch wird wird es bald in vier Sprachen geben: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Derzeit werden die Sprachen überarbeitet und ausgebaut. Bis dahin wird anthromedia.net noch online und anthropoosphie.ch nur in deutscher Sprache verfügbar sein!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch !!!

www.anthroposophie.ch

Mit weiterhin arbeitintensiven Grüssen
Nadine Aeberhard
Op 26 mei verscheen bij News Network Anthroposophy Limited:
Waldorf education on the move in Asia

By NNA correspondent Anne Hu

More than 900 people attended the recent Asian Waldorf Teachers’ Conference in China. Among other things, the conference discussed issues facing Waldorf establishments, including their legal status and cultural adaptation.

In 2019, Waldorf education will celebrate its 100th anniversary since the founding of the first Waldorf School in 1919 in the German city of Stuttgart. With this anniversary fast approaching, the international Waldorf movement gathered further momentum with a major meeting in China. From 28 April to 5 May more than 900 participants from Asian countries and regions including mainland China, Hong Kong, India, Japan, Laos, Malaysia, Nepal, Singapore, South Korea, Taiwan, Thailand, the Philippines and Vietnam gathered at the foot of one of China’s most famous Buddhist mountains – Emei Mountain – to attend the 7th Asian Waldorf Teachers’ Conference in Chengdu to discuss “Cultural Identity and Individualisation in Educational Practice”. NNA China correspondent Anne Hu also attended.
Hiervan is ook een Duitse versie onder de titel:
Die Waldorfpädagogik erobert Asien

Mi, 07 Jun 2017 | Von NNA-Korrespondentin Anne Hu

Mehr als 900 Personen trafen sich zur jüngsten Asiatischen Waldorflehrer-Tagung in China. Thema war unter anderem der rechtliche Status der Waldorf-Einrichtungen und die kulturelle Anpassung der Waldorfpädagogik. (...)

Waldorfpädagogik gibt es in Asien seit 21 Jahren und wie im menschlichen Leben das 21.Lebensjahr den Beginn des Erwachsenseins bedeutet, so habe die Waldorfschulbewegung in Asien jetzt einen Reifegrad erreicht, der Veränderungen für die Zukunft erfordere. Darauf wies Nana Göbel, Vertreterin der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners – eine der Koordinatorinnen der Konferenz – in ihrer Einführungsrede hin. Ein Rückblick auf das Erreichte und die Vorausschau auf die notwendigen nächsten Schritte seien erforderlich.
Begin juni was er een grote Pinksterconferentie in Berlijn over het thema ‘conflict en gemeenschap’ met Friedrich Glasl. ‘Themen der Zeit’ nam op 25 april een interview over uit het kwartaalblad ‘mittendrin’ van het Arbeitszentrum:
Friedrich Glasl, geboren 1941 in Wien, ist Entwicklungsbegleiter, Coach, Supervisor und vor allem Mediator. Er entwickelte ein neunstufiges Eskalationsmodell, an dem sich die Härte von Konflikten ablesen lässt: von der “Debatte” bis zu “gemeinsam in den Abgrund”. Erst nachdem er dieses Modell entwickelt hatte, wurde er darauf aufmerksam, dass es sich als eine Umkehrung der neun Engel-Hierachien (nach Dionysios Areopagita und Rudolf Steiner) lesen lässt. Mit Modell der Konflikt-Eskalation gehört Friedrich Glasl zu den wenigen zeitgenössischen Autoren, denen es gelang, trotz eindeutiger anthroposophischer Begriffsbildung, Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs zu finden. Seine Bücher gehören zu den Standardwerken moderner Mediation. Glasls Begriff der “dämonisierten Zone”, die zwischen Menschen in einem Konflikt entsteht, bezieht die Existenz geistiger Wesen mit ein: Ahriman, Luzifer, die Asuras und einige Arten von Elementarwesen. Diese Wesen werden spürbar, wenn der Mensch nicht mehr über die Kraft des klaren Ich-Bewusstseins verfügt. Der Mensch steht in Konflikten in einem Feld, in dem er sich entwickeln und andere Wesen erlösen kann.

Literatur (in Auswahl): Konfliktfähigkeit statt Streitlust oder Konfliktscheu. Dornach, 2015 (Verlag am Goetheanum, 2. Auflage)

Selbsthilfe in Konflikten. Stuttgart 2010 (Verlag Freies Geistesleben, 5. Auflage)

Konflikt, Krise, Katharsis und die Verwandlung des Doppelgängers. Stuttgart 2007, Verlag Freies Geistesleben)

www.trigon.at


Üben wir doch, in aller Bescheidenheit, den Dialog!

25.04.2017

Dieses Interview, das Angelika Oldenburg mit dem Konfliktforscher Friedrich Glasl führte, erschien zuerst in der Zeitschrift “mittendrin”, einer Publikation des Arbeitszentrums Berlin der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland e.V. (AGiD)

Herr Glasl, wo immer man in den letzten Wochen irgendeinen Fernseher anmachte, eine Zeitung aufschlug, im Internet surfte, auf allen Kanälen gab es ein Thema: die große Trump-Schelte. Noch nie ist, meiner Erfahrung nach, ein westlicher Politiker so sehr von allen Seiten angegriffen worden. Wie erklären Sie sich das?

Ich meine, das ist eine Retourkutsche. Auch er hat ja im Wahlkampf die Medien im großen Stil angegriffen. Und bei sehr vielen Menschen hat die Art, wie er diesen Wahlkampf geführt hat, das Empfinden ausgelöst: Das gehört sich so nicht, das ist kein anständiger Umgangston. Und dann wird alles, was er tut und sagt, sehr kritisch beäugt.

Man kann ja den Eindruck haben, dass insgesamt der Tonfall der politischen Diskurse in letzter Zeit ungezügelter geworden ist. Woran, meinen Sie, liegt das?

Ich konstatiere das auch, dass nach einigen Jahrzehnten der Hoffnung – der Kalte Krieg ist vorbei, es gibt Kooperationen, wir gehen gemeinsam Probleme des globalen Überlebens an, ob das nun das Klima ist oder die Rüstungsspirale – nun eine Weltbewegung in die andere Richtung geht. Krieg ist wieder ein zulässiges Mittel der Politik, obwohl er ja eigentlich eine Bankrotterklärung der Politik ist. Zu beobachten ist, dass sich einige Länder in eine Sackgasse manövriert haben, was die Muskelprotzerei betrifft. Nach dem Motto: Ich zeig meine Stärke, du zeigst deine Stärke…

Dass Gewalt hoffähig wird, das finde ich erschreckend, aber es ist jetzt schon einige Zeit im Gange. Das hat wohl damit zu tun, dass nach dem Ende des Kalten Krieges am Anfang der NATO ein Feindbild abhandengekommen war, und dass dann erst einmal der Islam und bestimmte Despoten wie Saddam Hussein ganz willkommen waren, um zu rechtfertigen, dass die NATO eine Daseinsberechtigung hat, dass aufgerüstet werden muss usw. Das ist natürlich nur ein Aspekt der politischen Lage.

Eigentlich besteht doch, zumindest im Privaten, immer noch die Idee, man könnte Konflikte rational lösen, mit der Überschrift: Lasst uns doch vernünftig sein. Was halten Sie davon?

Wenn Menschen das sagen, die an ihrem Bewusstsein gearbeitet haben und die sich bewusst sind, was in ihrem Denken, ihrem Fühlen und ihrem Wollen lebt, dann ist es möglich, dass wirklich das Rationale, das Denken sich diese Freiheit errungen hat und nicht affektgesteuert, triebgesteuert, die Konflikte nur rationalisiert. Aber oft ist es doch so, dass eine “Affektlogik” besteht (der Begriff kommt von Luc Ciompi, mit dem ich das Glück hatte, zusammenzuarbeiten), dass ich mir für das, was mir meine Affekte, meine Triebe eingeben, eine Erklärung zusammenbastele, eine Rechtfertigung, die durchaus in sich eine gewisse logische, rationale Stimmigkeit hat. Die Quelle ist aber eigentlich nicht die Ratio, sondern die Emotion.

Die Verstricktheit von Denken, Fühlen und Wollen ist dann noch nicht entflochten, so dass ich wirklich in der Lage wäre zu sagen: Moment noch mal, ich spüre zwar, was mir meine Triebnatur, was mir meine Emotionen einflüstern, aber ich halte dem etwas aus der Ideensphäre, aus dem Denken entgegen.

Sie meinen also, wenn ich gewisse Entwicklungsschritte getan habe, dann kann ich Konflikte auch für mich allein lösen?

Ich kann dann eine Haltung finden, die eine Lösbarkeit begünstigt. Aber ich brauche selbst dann den anderen dazu. Denn wenn die andere Partei nach wie vor feindselig auf das reagiert, was ich tue, dann muss ich sehr, sehr stabil sein, beinahe übermenschlich stabil, um mich nicht zu einer feindlichen Reaktion hinreißen zu lassen.

Aber gibt es nicht häufig in anthroposophischen Zusammenhängen die Meinung, man sei “übermenschlich stabil” und würde über diese Selbstbeherrschung verfügen?

Da kann ich nur von manchen Menschen ausgehen, die ich kenne. Und muss konstatieren, dass sie zwar kopfig etwas über Gefühle sagen, aber eigentlich kein Bewusstsein dafür haben, was jetzt wirklich in ihrer Seele lebt.

Was geschieht denn typischerweise in einem Konflikt in der menschlichen Seele? Welche Auswirkungen hat er auf Denken, Fühlen und Wollen?

Wenn Menschen seelisch unter Druck geraten, wenn sich Spannungen bilden – und das hat ja auch die moderne Stressforschung gezeigt –, dann wird die Selbststeuerung beeinträchtig oder geht sogar ganz verloren. Das eigene Ich durchdringt dann nicht mehr, was sich da im Wollen, im Fühlen, im Denken, im Wahrnehmen und schlussendlich im Handeln alles abspielt. Das Bewusstsein, die geistige Präsenz trüben sich. Und dann entsteht die Frage: Wenn mein Ich nicht mehr steuert, was steuert dann? Dann sind es Mechanismen, Automatismen, die mich steuern. Die haben eine Eigendynamik, die sich unterhalb der Ich-Bewusstheit vollzieht. Dann werden Kräfte im Menschen wirksam, die alles färben und bestimmen, was der Mensch wahrnimmt.

Wo setzt denn ein Konflikt an? Wo ist der Übergang von einer sachlichen Differenz zu einem persönlichen Konflikt?

Das beginnt schon in den ersten der neun Eskalationsstufen, wo schleichend die seelischen Fähigkeiten, das Wahrnehmen, das Denken, das Fühlen, das Wollen und schließlich das Handeln mehr und mehr getrübt, beeinträchtigt, verzerrt werden. Der Grad der Beeinträchtigung wird dann, je nach Eskalationsstufe, schwerer und schwerer. Generell kann ich sagen: Da, wo nicht mehr das Ich Herr im Hause ist, sondern mehr und mehr Platz macht für anderes, da wird der Weg in die Unterwelt, in die Unternatur, in die Regression eröffnet. Und es wird zunehmend schwerer, dieser Sogwirkung, die da entsteht, standzuhalten.

Jetzt tauchte spontan in mir der Einwand auf: Mein Gott, so schlimm kann das doch alles nicht sein, wir sind doch vernünftige Wesen, wir müssen doch in der Lage sein, vernünftig Differenzen auf sachlichem Gebiet auszutragen. Warum sollte das so schwer sein?

Ja, das wäre ja auch Sinn und Zweck von Konfliktfähigkeit, dass wir Differenzen nicht zu Konflikten werden lassen. Bleiben wir doch bei der Anthroposophie: Das würde bedeuten, dass wir kein Problem damit haben, dass bestimmte Vorträge Steiners, bestimmte Übungsanweisungen unterschiedlich interpretiert, unterschiedlich angewandt werden. Jetzt kann man natürlich sagen: Mein Verständnis ist richtig, dein Verständnis ist falsch, eine Haltung, die die Unterschiedlichkeit der Auffassung nicht als Ressource versteht, sondern als Problem. Und dann geht es nicht mehr um die Unterschiedlichkeit der Auffassung, sondern dann wird plötzlich die Person mit der unterschiedlichen Auffassung zum Problem, und ich frage nicht mehr: Wie komme ich denn eigentlich zu meiner Auffassung? Diese Frage kann ich mit den Methoden des Dialogs, nach David Bohm und Martin Buber, professionell stellen: Hinterfragen, in der Schwebe halten, fragen: aus welcher Lebenserfahrung kommst du zu diesem Verständnis usw. Das wäre dann ein dialogisches Gespräch. So könnte ich erfahren: Hej, ich habe etwas übersehen, etwas überhört, was der Kollege sehr wohl gesehen, gehört, verstanden hat. Dann wäre das eine Bereicherung.

Der verhängnisvolle Sprung geschieht da, wo ich nicht mehr von der Tat ausgehe, sondern von dem Täter, der das Problem ist, den ich bekämpfen muss.

Eine Art der Prävention von Konflikten wäre also, dass man die Unterschiede schätzt und miteinander ins Gespräch kommt. Wahrscheinlich ist das die wichtigste Art der Prävention. Gibt es noch andere? Was zum Beispiel würden Sie einer anthroposophischen Leitungsgruppe empfehlen, um zu verhindern, dass Unterschiede zu Konflikten werden?

Dass wir verschiedene Werte, Ideale haben, dass ist noch kein Konflikt, nur, wie wir mit diesen Unterschieden umgehen. Das kann Konflikte entstehen lassen. Da kann man doch sagen: Üben wir doch, in aller Bescheidenheit, diese Dialogtechniken. Sich als Übende zu verstehen heißt ja, die Möglichkeit einzuräumen, dass man Fehler machen könnte und aus den Fehlern lernt. Das ist das eine. Gehen wir doch einmal wirklich so vor, entschleunigend, hinterfragend, den Kontext erklärend.

Das andere, genau so Wichtige ist, zu wissen, was passiert, wenn doch die Konfliktmechanismen beherrschend werden. Sich selbst zu beobachten, zu bemerken: O, jetzt komme ich in ein Schwarz-Weiß-Denken herein, ich will recht haben, dieser Widerspruch eines Kollegen hat mich in meinem Selbstwert ein wenig angekratzt. Das sind alles Dinge, die in der Konflikt-Psychologie schon sehr gut untersucht und beschrieben worden sind und die man kennen sollte.

Dann müsste in der Gruppe die Möglichkeit bestehen, um frühzeitig anzusprechen: Das, was du gesagt hast, das hat mich jetzt aber verletzt. Erst einmal ist wichtig, dass ich das in mir selbst konstatiere, dass ich nicht sage: Ach, ich bin ja hart im Nehmen, mich bringt das nicht aus der Ruhe, und in Wirklichkeit bin ich schon angekratzt. Da gibt es die Möglichkeit, sich selbst etwas vorzulügen, weil man sich für so entwickelt hält. Und das andere ist, es zu thematisieren, eine Metareflexion zu eröffnen, zu zweit oder in der Gruppe: Mir hat das jetzt wirklich Schwierigkeiten bereitet.

Ich kann das auch sehr schnell auf die andere Seite projizieren und sagen: So, wie der sich benimmt, ist es ganz klar, dass ich verletzt bin, da ist ja klar, wer schuld hat.

Die Projektions-Problematik fängt im Konflikt auch schon sehr früh an, diese Abspalten, Übertragen, Projizieren…

Dann kann ich sehr leicht auf die Ebene des Kalten Konfliktes geraten, in dem ich dem anderen ausweiche und sage: Mit jemandem, der sich so verhält wie du, will ich nichts zu tun haben.Ich glaube, dass es sehr, sehr viele Orte gibt, wo diese kalten Konflikte stattfinden. Und man könnte ja sagen: Na, dann ist wenigstens Ruhe im Karton. Dann geht man sich aus dem Weg.

Na, ob da dann Ruhe ist, das ist die Frage. Denn die negativen Kräfte in den Menschen sind doch schon da. Die Frage ist: Wie suchen die einen Ausweg? Kann ich die in mir bearbeiten und transformieren? Gelingt mir das? Kann ich meinen eigenen Doppelgänger erkennen und mit ihm arbeiten? Dann alle Achtung! Wenn das nicht so gut gelingt, dann drängen diese Kräfte nach außen. Und auch der kalte Konflikt führt zu Konfliktverhalten. Dann kommt es eben doch zu den abwertenden, ironischen, sarkastischen Äußerungen über Abwesende zu Dritten. Die ganze Sprache einer Gruppe ändert sich.

Und wenn ich einfach beschließe, ich gehe dem anderen aus dem Weg und reduziere den Kontakt auf das Nötige und halte das Ganze unter der Decke?

Wenn ich mich auf eine Insel zurückziehe und keinem anderen Menschen begegne, bin ich nur mit mir selber konfrontiert. Aber wenn ich in einer Organisation mit diesem Kollegen arbeite und ich habe andere Kollegen, dann stellt sich die Frage: Wie äußern sich meine Abneigungen, wenn ich mit den anderen Kollegen spreche? Indem ich Unterstützung suche, indem ich mein Bild, das ich von dieser Person habe, meinen Kollegen auf subtile Art zu verstehen gebe, damit die auch einsehen, dass das wirklich eine schwierige Person ist, der man aus dem Weg gehen sollte… Das führt dann zu isolierendem Verhalten, zu Boykott, zu Mobbing. Ich will damit sagen: Was an Kräften da ist – wenn es nicht transformiert wird, dann geht es irgendwohin. Das ist ja das Auffällige an kalten Konflikten: Wohin kriecht die negative Energie?

In sozialmedizinischen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass das oft zu Somatisierungen führt. Das, was ich seelisch nicht bewältige, führt dann zu Asthma, zu Migräne, zu Stoffwechselerkrankungen, wozu auch immer. Wenn ich diese zerstörerischen Kräfte nicht nach außen richte oder sie nicht transformiere, dann sind sie trotzdem da. Ich habe da neulich wieder ein drastisches Erlebnis gehabt. In einer Gemeinschaft, wo kalte Konflikte seit drei Jahren, seit vier Jahren gelebt haben, hatten von vierzehn Kollegen elf enorme körperliche Probleme, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle usw. Der Mediationsprozess hat dann zu einer Trennung in zwei Gruppen geführt. Sobald diese Regelung beschlossen war, verschwanden alle möglichen Symptome.

Noch einmal nachgefragt: Warum tun Konflikte denn weh? Weil sie das Selbstwertgefühl beschädigen, weil sie ein Gefühl der Ohnmacht auslösen – müsste man da nicht als “Schulungsweg-erfahrener Mensch” darüber erhaben sein?

Ja, wenn die Entwicklung wirklich gegriffen hat. Aber wenn ich mir nur einbilde, mir luziferisch einbilde, über dies und das sei ich hinweg, dann ist die Gefahr noch größer, dass man sich in etwas verstrickt, weil da das illusorische Selbstbild hinzukommt. Und an diesem Selbstbild kratzt die Seite, mit der ich einen Konflikt habe, natürlich und gibt mir zu verstehen, dass ich doch sehr weit von einer gewissen Erhabenheit entfernt bin. Und dann wird desto emotionaler reagiert.

Das ist interessant, weil dann ja die Frage: Wie weit bist du eigentlich? noch eine weitere Konfliktebene aufmacht. Das heißt, dass in spirituellen Kreisen durch diese luziferische Überhöhung das Konfliktpotenzial noch einmal höher ist als bei “normalen” Menschen, die nicht meinen, sie seien besonders weit.

In den fünfzig Jahren, in denen ich jetzt wirklich berufsmäßig mit Konflikten beschäftigt bin, in den allermeisten Fällen in nicht-anthroposophischen Gemeinschaften, fällt mir auf, dass die Konfliktfähigkeit, also die Fähigkeit, konstruktiv mit Konflikten umzugehen, in anthroposophischen Gemeinschaften geringer ist als in anderen. Wir sollten uns nicht einbilden, da in der sozialen Entwicklung besonders weit vorangekommen zu sein.

Vorhin sagten Sie, wenn das Ich nicht mehr führt, dann tauchen andere Kräfte auf. Wie würden Sie denn diese Kräfte benennen?

Man ist mehr und mehr fremdgesteuert und nicht selbstgesteuert. Da tauchen dann luziferische, erdflüchtige und ahrimanische, an die Erde fesselnde und immer mehr auch asurische Kräfte auf, die uns immer begleiten und im Konflikt geweckt werden. Ahriman bekommt dann eine Chance, wenn vorher Luzifer auf unseren Astralleib, unser Seelenleben eingewirkt hat und bei uns gewisse Begehrlichkeiten geweckt hat. Durch Luzifer wurde erst der Blick auf unser eigenes Innenleben beeinträchtig und illusorisch, und dann trübt Ahriman unseren Blick auf die Außenwelt, so dass wir nicht mehr richtig wahrnehmen, was wir bei anderen auslösen. Wenn dann das Ich des Menschen durch Luzifer und Ahriman ausgehöhlt wurde, so dass da ein Vakuum entsteht, dann können die asurischen Kräfte wirksam werden, die grundsätzlich alles zerstören wollen, was Ich-Entwicklung sein könnte, auch in den nächsten Inkarnationen. Und dadurch wird das menschliche Zusammenleben ähnlich wie in einem Termitenstaat zu einem seelenlosen, mechanistischen Gebilde gemacht. Was das asurische Wirken möglich macht, das ist dieser unglaubliche Fanatismus, dieses Stiften von völlig sinnlosen Zerstörungen, wo es nur geht. Es geht gar nicht um Machtgewinn, es geht um Chaos an sich, es geht um eine Zerstörung all der Ordnungen, die eine Ich-Steuerung zur Grundlage haben.

Könnte man sagen, dass die letzten Stufen des neunstufigen Eskalationsmodells, das Sie gefunden haben – von der Debatte zu der völligen Zerstörung –, heute immer schneller erreicht werden?

Ja, da gibt es eine Beschleunigung. Das Ur-Böse wird schneller erreicht. Von diesem Ur-Bösen hat Steiner in seinen letzten Lebensjahren öfter gesprochen, von der Zersplitterung, von Wesen, die alles vernichten wollen, was in Jahrtausenden an Ich-Entwicklung erreicht worden ist und vielleicht noch erreicht werden kann.

Mit diesen Kräften setzten wir uns auseinander, wenn wir an unserer Konfliktfähigkeit arbeiten. In der Tagung im Mai werden wir darüber ins Gespräch kommen.

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Vom 2.Juni bis zum 4. Juni findet im Rudolf Steiner Haus eine Pfingsttagung zum Thema “Konflikt und Gemeinschaft” statt. Neben mehreren Vorträgen von Friedrich Glasl wird es auch eine Demonstration zu einem Fallbeispiel und verschiedene Arbeitsgruppen geben. Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Arbeitszentrums Berlin der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Sie ist öffentlich und nicht an eine Mitgliedschaft gebunden.

Weitere Informationen und den Flyer zum Download finden Sie hier>
Tot slot drie berichten van Christian Clement van de Rudolf Steiner Schriften – Kritische Ausgabe (SKA). Op 9 juni stond er op zijn website onder ‘Aktuelles. Neue Bände, aktuelle Rezensionen, Veranstaltungshinweise’:
Kritische Steiner-Zeitschrift anvisiert

Im Rahmen der SKA-Edition sind derzeit Bestrebungen im Gange, eine akademische Fachzeitschrift für die kritische Forschung zu Werk und Person Rudolf Steiners sowie die damit zusammenhängenden Themengebiete ins Leben zu rufen.

Träger dieser internationalen open-access online Zeitschrift wird der frommann-holzboog Verlag in Stuttgart sein; als Gründungsmitglieder und Hauptherausgeber zeichnen Dr. David Wood und Dr. Christian Clement. Die auf Grundlage des peer review Verfahrens herauskommende Zeitschrift wird ferner durch die Mitarbeit eines etwa zwölfköpfigen wissenschaftlichen Beirats unterstützt.

Derzeitiger Arbeitstitel der Zeitschrift: “INTUITION. International Journal of Rudolf Steiner Studies”
Op 19 juni gevolgd door ‘Facelift für SKA Webseite’:
Zur Feier der Fertigstellung des achten Bandes der Kritischen Ausgabe – und zum vierjährigen Jubiläum des Editionsstarts – wurde die SKA Webseite einer Erneuerung unterzogen: im bekannten schlichten Design, aber mit neuem Schick und mit neuen Funktionen. Neue “Leseproben” aus allen Bänden sind zugänglich, PDF Dateien können jetzt direkt auf der Seite gelesen werden und es gibt ein Forum für Neuigkeiten und Diskussionen. Für Liebhaber des Esoterischen gibt es ausserdem jetzt einen Arkan-Bereich mit Geheimwissen zur SKA, nur für angemeldete Mitglieder. – Viel Spaß beim Erkunden und Kommentieren.
In het onderdeel ‘Diskussionen. Meinungen und Kommentare zur Kritischen Ausgabe’ kwam er vandaag dit bij:
Hanegraaffs Vorwort zu SKA 8

Liebe Forum-Teilnehmer, da von Euch bisher keine Diskussion angestoßen wurde, kann es ja vielleicht mit einer Debatte über Wouter Hanegraaffs Vorwort zu SKA 8 anfangen. Es war ja schon ein Coup, dass wir diese Galionsfigur der Esoterikforschung für die Edition gewinnen konnten. Was er geschrieben hat, wird in anthroposophischen Kreisen sicher auf Widerspruch und Protest stoßen. Was meinen die Forum-Mitglieder etwa zu Aussagen wie diesen:

“[...] Ich habe versucht darzustellen, dass Steiners Verständnis des Hellsehens auf einer positiven Interpretation der Einbildungskraft beruhte, die ihrerseits auf kantische und nachkantische Argumentationsstrukturen zurückgeht. Diese Interpretation verstand die Einbildungskraft als wichtige, ja zentrale Erkenntnisfähigkeit. Dies war nicht die romantische Theorie der Imagination, wie sie bei Dichtern wie Coleridge zu finden ist, sondern eine philosophische Erkenntnistheorie, die ihre Wurzeln im britischen Empirismus und in der deutschen Aufklärungsphilosophie hat – ungeachtet der Tatsache, dass Kant selbst besorgt war, dass er der Irrationalität eine Tür geöffnet haben könnte und deshalb seinen Schritt 1787 wieder rückgängig zu machen suchte. Steiner wandte diese Vorstellungen auf die gängigen okkultistischen Techniken des trancelosen Hellsehens an, die von Autoren wie Leadbeater, Besant oder Scott-Elliot praktiziert wurde und allgemein als Psychometrie bekannt waren. Wie sie, lehnte er das ursprünglich egalitäre Argument Buchanans und der Dentons ab, dass jeder Mensch mit entsprechendem Talent verlässliche hellseherische Beobachtungen machen kann, sogar über solche Gegenstände wie vorgeschichtliche Zivilisationen oder frühe Phasen der menschlichen Evolution. Er argumentierte stattdessen, dass die Verlässlichkeit hellsichtiger Imagination wesentlich von der Stufe der spirituellen Entwicklung des Menschen abhänge. Nur einer angemessen geschulten Imagination war es zuzutrauen, nicht in eine Welt des Wahns zu führen, sondern den Zugang zu realen aber normalerweise unzugänglichen Bereichen des Bewusstseins (und damit der Wirklichkeit) wie der ›Akasha-Chronik‹ zu eröffnen – Bereichen also, deren Beschaffenheit wir uns mit Hilfe der Mittel des rationalen Bewusstseins und der Sinneserfahrung nicht vorstellen, ja nicht einmal uns einbilden (!) können.

In einem Wort: Steiners Ziel war, die theosophische Praxis der Psychometrie mit Hilfe der Philosophie des deutschen Idealismus auf eine solide epistemologische Grundlage zu stellen.

Durch diesen besonderen Beitrag – durch den die Anthroposophie in der Geschichte des Okkultismus eine Sonderstellung einnimmt und sich deutlich von anderen Strömungen unterscheidet – schuf Steiner zugleich eine solide Grundlage für seinen eigenen Anspruch auf charismatische Autorität. Im Hinblick auf die detaillierten und ausführlichen Schilderungen in seiner Chronik und seiner Geheimwissenschaft besagt dieser Anspruch, dass deren Wahrheit oder Korrektheit per definitionem von jemandem, der den entsprechenden Grad innerer Entwicklung noch nicht erreicht hat, grundsätzlich nicht festgestellt oder beurteilt werden kann. Logisch betrachtet muss dann aber auch der Umkehrschluss wahr sein: Das Nichteintreten von Verständnis oder von Akzeptanz dieser Lehren als wahrheitsgemäß kann dann als verlässliches Zeichen dafür gedeutet werden, dass der Kandidat Steiners eigenen Grad von Einsicht noch nicht erreicht hat. Wir sehen uns hier jener klassischen Logik gegenüber, welche den Kern nicht nur des steinerschen, sondern jedes hierarchischen Systems spiritueller Einweihung ausmacht:

»Wenn du verstündest, dann würdest du zustimmen – wenn du also nicht zustimmst, ist somit klar, dass du noch nicht verstehst«.[1]

Aus diesem Dilemma gibt es keinen anderen Ausweg als denjenigen, der als argumentum ad verecundiam oder ›Berufung auf Autorität‹ bekannt ist.[2] Die Implikationen für den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, den Steiner für seine Geisteswissenschaft erhebt, stellen eine zentrale Frage dar, der letztlich kein Leser dieser Bände wird ausweichen können.”

[1] Cf. Bowman (1990), 12.

[2] Steiner war sich dieses Problems sehr wohl bewusst, wie aus verschiedenen seiner Äußerungen hervorgeht; vgl. etwa GU, 16 (Fußnote) und GU, XXX. Liest man diese Formulierungen aufmerksam, dann wird deutlich, dass er Wert darauf legte, zwischen zwei Dingen klar zu unterscheiden: nämlich zwischen der unmittelbaren hellsichtigen Schau auf der einen Seite und andererseits der Fähigkeit, die in gewöhnlicher diskursiver Sprache mitgeteilten Ergebnisse solcher Schau zu verstehen (und davon überzeugt zu werden). Letzteres erfordert vom Leser, in Steiners Worten, »das Mitgeteilte an den Erkenntnissen der eigenen Seele und an den Erfahrungen des eigenen Lebens zu prüfen«. Dabei hängt natürlich der Grad, in dem solche Erkenntnisse und Erfahrungen als verlässliche Erkenntnis gelten können, wiederum vom jeweiligen Stand der inneren spirituellen Entwicklung ab.
En hiermee kunnen we voorlopig wel weer vooruit!
.

woensdag 24 mei 2017

Hinten


Het gaat niet zo best, dat moge duidelijk zijn. Ik bedoel met de frequentie van nieuwe berichten op deze weblog. Het is precies één maand geleden sinds de vorige keer. Terwijl ik eerder hintte op iedere twee weken een update. Nou ja, niet getreurd, laten we maar gewoon starten. Er is genoeg te melden, ik zal weer een keuze moeten maken. Om te beginnen de aankondiging van het zomernummer van Antroposofie Magazine, ‘Zomernummer komt eraan’ op 17 mei:
Het zomernummer van AM is een zonnig nummer geworden. We vertellen je graag even wat je zoal in dit nummer kunt lezen.

“Ga doen wat je belangrijk vindt”

Arianne Collee interviewde Merijn Tinga, bioloog, multidisciplinair kunstenaar en bekend als de ‘Plastic Soup Surfer’. Om aandacht te krijgen voor het plastic zwerfafval in zee bouwde hij een surfboard van plastic flesjes waarmee hij in negen uur van Scheveningen naar Engeland kitesurfte. Hij wil mensen inspireren om hun overtuigingen na te leven.

Meditatie

Met het overpeinzen en ordenen van je gedachten en waarnemingen kan je op een gegeven moment een licht opgaan. Annemarie Sijens werd gegrepen door de manier waarop Rudolf Steiner het waarnemen beschreef, als een proces van in- en uitademen. Een artikel over mediteren om vervolgens vernieuwende initiatieven te kunnen ontplooien.

Écht theateronderwijs

Sinds 2014 is er aan de Riouwstraat in Den Haag een theateropleiding op vrijeschoolbasis: de Vrije Theaterschool. De ontwikkeling van het individu, groepsvorming en gemeenschapszin bepalen de aanpak. “De leerling die de hoofdrol speelt, is zich ervan bewust: ‘Ik sta voorop, omdat jullie achter me staan’.” Mede-oprichter, docent en regisseur Jordan Tuinman ziet zijn school elk jaar groeien.

Jong en antroposoof

De bijeenkomsten ‘jongeren en antroposofie’ die de jongerenwerkers van de Antroposofische Vereniging organiseren worden steeds populairder. Hoe komt dat? Wat vinden ze er? Jongeren hebben volgens Johannes Kroonenberg behoefte aan een gezond mens- en wereldbeeld. “Ze willen bewust met hun leven omgaan, nemen niet zomaar aan wat anderen zeggen en willen zelf in actie komen.”

Het nieuwe project van Claudy Jongstra

Kunstenares Claudy Jongstra heeft wereldwijd faam met vilten kunstwerken. Haar wandtapijten van natuurlijke materialen en kleuren hangen in gerenommeerde musea en gebouwen. Met haar partner Claudia Busson werkt ze aan een nieuw project: een biodynamische akker en een broodoven in aanbouw. Een klein pamflet – zoals de dames het noemen – met een grote impact.

Antroposofisch geïnspireerd vakantie vieren

Hester van Delden nam een kijkje op twee vakantiebestemmingen die erg in trek zijn bij antroposofen: het Zwitserse berghotel Val Sinestra en natuurcamping Wientjesvoort in Vorden. Twee plekken waar je de natuur heel intens kunt beleven, hoewel de omgeving heel verschillend is. Van een inspiratieve, kloosterlijke sfeer in een voormalig Kurhaus tot Pippi Langkousachtige taferelen met een paard zonder zadel.

Verder natuurlijk onze vaste rubrieken als Voeding & Vitaliteit, Binnen Kijken, Biodynamisch, Feest, Spreuk en de Agenda met tips voor interessante bijeenkomsten en evenementen. En recensies van boeken, restaurants, voorstellingen en nog veel meer. Lees het allemaal in het zevende nummer van Antroposofie.

Het zomernummer van AM verschijnt 2 juni a.s. Klik HIER voor de verkoopadressen. Of neem een abonnement voor € 29,95 per jaar.
Een dag later volgde ‘Driedelige vrijeschooldocumentaire’:
De Beierse publieke omroep zond deze maand het derde deel uit van een documentaire over een vrijeschoolklas in een kleine stad in de buurt van München. De Münchense filmmaakster Maria Knilli volgde acht jaar lang de leerlingen van Christiane Umbach op deze school, tussen hun zesde en vijftiende levensjaar.

De klas in de vrijeschool is al die tijd bij elkaar gebleven, waardoor hun ontwikkeling goed te volgen was. Ook de klassenleerkracht in de vrijeschool verbindt zich vele jaren achtereen met dezelfde klas. Hoe de wisselwerking tussen leerlingen en docent in de loop der jaren verandert, wordt prachtig in beeld gebracht. Evenals de bijzondere benadering van de vrijeschool, die anders is dan andere schooltypen. Zo telt de vrijeschool nog altijd in klassen en die lopen door van begin tot eind, van de eerste tot en met de twaalfde.

In 2010 werd het eerste deel, Gute Morgen, liebe Kinder (‘Goedemorgen, lieve kinderen’), over de eerste tot en met de derde klas, uitgezonden. In 2013 volgde Eine Brücke in die Welt (‘Een brug naar de wereld’), over de vierde tot en met de zesde. Beide duurden anderhalf uur. Het derde en laatste, meest recente deel is Auf meinem Weg (‘Mijn eigen weg’) over de zevende en achtste klas, die 109 minuten duurt.

Op de website van de Bayerische Rundfunk zijn alle drie de documentaires te bekijken:
- Gute Morgen, liebe Kinder
- Eine Brücke in die Welt
- Auf meinem Weg
Wil je de films graag zelf hebben? Dan kun je ze hier op dvd bestellen.
En ook ‘Midzomerviering voor jongeren’:
De Jeugdsectie van de Antroposofische Vereniging in Nederland organiseert opnieuw een midzomerviering, van 16 t/m 18 juni 2017. Drie dagen lang kamperen in antroposofie geïnteresseerde jongeren met elkaar op de prachtige biologisch-dynamische boerderij Veld en Beek in Doorwerth, waar lezingen en workshops gehouden worden, je met elkaar kunt praten, lachen, bij het kampvuur zitten, muziek maken en nog veel meer.

Het thema is dit jaar ‘De spirituele achtergronden van de ecologische crisis’. “In onze huidige tijd lijkt geen kwestie zo nijpend als de uitputting van Moeder Aarde,” stelt de Jeugdsectie. “Het bewustzijn hierover groeit, en daarmee ook de technologieën die de verslindende levensstijl van de mens trachten te verduurzamen. De urgentie van het verzinnen van oplossingen maakt vaak dat de diepere vragen vergeten worden. Want wie weet waarom er nu eigenlijk een ecologische crisis is?

En misschien nog wel belangrijker, welke ontwikkeling wordt er nu van de mens gevraagd? Is dit louter en alleen een technologische, of ook een spirituele ontwikkeling?”

Met deze, en andere vragen, gaan de deelnemers van de Midzomerviering aan de slag. Wil je meedoen? Meld je dan aan via midzomerviering.nl. Deelname kost € 65,- en iedereen van 18 t/m 35 jaar is welkom. Het filmpje hieronder biedt een sfeerimpressie van de bijeenkomst van vorig jaar.

In het zomernummer van Antroposofie Magazine vind je bovendien een uitgebreide reportage over de oprichting van de Jeugdsectie en de groeiende populariteit van de jongerenbijeenkomsten.

Midzomerviering 2016 from Mereljasmijn on Vimeo.
Motief kwam op 18 mei met ‘Wereldconferentie 2016 aan het Goetheanum’:
De individuele bijdragen aan de Wereldconferentie 2016 aan het Goetheanum zijn in een schriftelijke documentatie bijeengebracht. Het eerste deel bestaat uit de toespraken in chronologische volgorde, het tweede deel bevat verslagen van werkgroepen uit de secties en diverse vakgroepen die in de middag plaatsvonden.

Bijdragen in de ochtend, kunstzinnige opvoeringen in de avond, alsmede gespreks- en werkgroepen vormden het raamwerk voor ontmoetingen en gesprekken, die het geheel een congreskarakter gaven.

In interactieve workshops over de grondsteenmeditatie in de ochtend werden vragen besproken die ontstonden uit de eigen werkervaringen van de deelnemers in samenhang met het thema van de dag. Het hier en nu van deze gesprekken was zeer moeilijk in een schriftelijke weergave te vatten. Vandaar dat daarvan in deze documentatie is afgezien.

De conferentie is op te vatten als een impuls die zich verder kan ontwikkelen en versterken. Hij moge werkzaam worden in de wereldwijde antroposofische beweging, in het werk in organisaties en instituten, in de Antroposofische Vereniging en de Vrije Hogeschool voor Geesteswetenschap, en tot een sterkere samenwerking leiden ten aanzien van de noden en uitdagingen van deze tijd.

Voor de Goetheanum-leiding, Christiane Haid, Ueli Hurter, Constanza Kaliks en Paul Mackay Goetheanum, januari 2017

De conferentie was op uitnodiging, maar de resultaten zijn openbaar voor alle belangstellenden, zowel in het Duits, Engels als Spaans. De documenten zijn te lezen op de website van het Goetheanum: Texte zur Goetheanum-Welt-Konferenz.
Maar ook met ‘Jaarvergadering AAG 2017 in het Goetheanum’:
De jaarvergadering 2017 van de Algemene Antroposofische Vereniging in Zwitserland was nadrukkelijk zowel een algemene bijeenkomst van de antroposofische beweging als een Algemene Ledenvergadering op de zaterdag. De voorzitter van de Antroposofische Vereniging in Nederland, Jaap Sijmons, heeft verslag gedaan van deze gebeurtenis.

De Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft (AAG: Algemene Antroposofische Vereniging) kwam traditiegetrouw bijeen in de hoofdvestiging, het Goetheanum te Dornach in Zwitserland, dit jaar van 7 tot 9 april.

Op de vrijdagmiddag stelden na de opening drie nieuwe secretarissen-generaal van landelijke verenigingen zich voor. Op de zaterdag volgde op de Algemene Ledenvergadering de verantwoording van het bestuur en de ingediende moties (zes ‘Anträge’). De jaarrekening en verantwoording werd door de leden aangenomen en het bestuur décharge verleend. Matthias Girke werd tot nieuw lid van het bestuur gekozen.

Zaterdagavond vond de herdenking van de gestorvenen plaats, waarin veel aandacht voor de biografie van de Nederlandse oud-voorzitter en bestuurslid Joop van Dam. Zondagmorgen klonken toekomstbeelden van Claus-Peter Röh, Michaela Glöckler nam afscheid als sectieleider na overdracht aan Matthias Girke. Gerald Häfner sprak inspirerend over de driegeledingsbeweging en haar potentieel voor het huidige Europa.
Op 15 mei meldde de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) ‘13 Juni Algemene Ledenvergadering NVAZ’:
Op 13 juni vindt de Algemene Leden Vergadering van de NVAZ plaats in het Helicongebouw in Zeist. De vooraankondiging is naar alle leden verstuurd en men kan zich aanmelden via een mail naar secretariaat@nvaz.nl. In het inhoudelijke deel gaan we verder met het project Profilering Antroposofische Gezondheidszorg en worden twee concreet uitgewerkte speerpunten gepresenteerd. Het eerste speerpunt betreft het vormen van de taskforce voor het werven van nieuwe huisartsen om in ieder geval de komende jaren de met pensioen uitstromende artsen te gaan vervangen. En het tweede speerpunt is het in samenwerking met een communicatiebureau vormgeven van een campagne voor een gezamenlijke profilering van de antroposofische zorg. Ook niet leden die bij deze onderwerpen betrokken zijn, zijn van harte welkom.
Vandaag kwamen daar twee nieuwe berichten bij, die allebei verslag deden van wat zich gisteren afspeelde. ‘23 mei bijeenkomst PAT NVAZ’:
Vandaag 23 mei is een bijeenkomst van het PAT (Platform Antroposofische Thuiszorginitiatieven) geweest. Aan tafel zaten vertegenwoordigers van Pallium Portam, Cuprum, Amada Zorgcollectief, Pallium Thuiszorg Midden Nederland en Pallium Thuiszorg Eindhoven. Tijdens deze bijeenkomsten worden ervaringen, kennis en vragen uitgewisseld, het gaat om een dynamisch ontwikkelende zorg waarin er veel kansen liggen. Naast de thuiszorg voor ouderen en mensen met een beperking, komen er nu ook vragen naar kraamzorg. Ieder initiatief volgt zijn geheel eigen ontwikkelingsgang en juist dit levert boeiende gesprekken op. De waardering voor deze antroposofische zorg is groot en de vraag neemt toe. Pallium Portam uit Zuid Limburg bestaat het langst en is nu bezig met het ontwikkelen van een zorg/woon initiatief, het Hof van Assisi. Hier zal een zorgpensioen komen met 7 bedden met hierom heen 24 woningen voor ouderen. Er zijn 146 aanmeldingen voor deze woningen, dus Mariel Carré is al aan het zoeken naar een vervolg om ook op deze vragen te kunnen anticiperen.
En dus ‘themabijeenkomst Ouderen met een verstandelijke beperking 23 mei’:
Vandaag heeft op Magenta, de kunstwerkplaats van Lievegoed Zorg in Driebergen, de themabijeenkomst met het onderwep ‘Ouderen met een verstandelijke beperking’ plaatsgevonden. Deze bijeenkomst die door de NVAZ in samenwerking met het Landelijk Ouderverbond en Lievegoed Zorg vorm werd gegeven had als vertrekpunt het onderzoek van professor Hans Reinders. Hierin doet Hans een aantal aanbevelingen om de zorg voor ouderen met een verstandelijke beperking te verbeteren. Na een inleiding van Jan Vogelij, voorzitter van het LOV, werd door medewerkers van Lievegoed Zorg een casus behandeld waar ook de vader en zus van de betreffende bewoonster bij betrokken waren. Hierin kwam de kracht van het gezamenlijk optrekken van zorgprofessionals en verwanten duidelijk naar voren. Vervolgens is in kleinere gespreksgroepen verder over het onderwerp en de casus gesproken. Pim Blomaard sloot de bijeenkomst af met het inventariseren van mogelijkheden om samenwerkend een vervolg aan het onderwerp te geven. De bijeenkomst werd goed bezocht door zowel medewerkers vanuit de instellingen, vertegenwoordigers van opleidingsinstituten als ouders en verwanten. De NVAZ en het Bernard Lievegoed Onderzoekscentrum zullen de input uitwerken en met concrete voorstellen komen voor onder andere samenwerking, scholing, participatie en onderzoek.
Een ouder bericht is dat van Intermetzo (voorheen Zonnehuizen jeugd) op de eigen website, dat intussen is opgegaan in Pluryn. Op 20 februari schreef men daar ‘ACM keurt overname Intermetzo door Pluryn goed’:
Per 1 september 2016 heeft er een overname van Intermetzo door Pluryn plaatsgevonden middels een bestuurlijke fusie. De Autoriteit Consument en Markt (ACM) gaf hiervoor vorig jaar al voorlopig toestemming. De ACM heeft daarna de zaak grondig bestudeerd en keurt de overname nu goed. De ACM schrijft op haar website: “ACM heeft de verschillende soorten jeugdhulp van beide instellingen bekeken. Daaruit blijkt dat er geografisch gezien niet veel overlap is in het aanbod. Alleen in Gelderland hebben beide instellingen locaties dichtbij elkaar. De zorg die daar wordt aangeboden is zo anders dat er geen alternatief wegvalt door de overname. Daarbij zijn er ook andere organisaties die jeugdhulp bieden in Midden- en Oost-Nederland. Die bieden met elkaar voldoende keuzemogelijkheden voor de (samenwerkende) gemeenten om jeugdhulp te kunnen geven.”
Vier dagen later, op 24 februari, kwam er dit bericht bij, ‘Vertrek Ans van de Maat bij Intermetzo-Pluryn’:
Per 1 mei vertrekt Ans van de Maat na een dienstverband van 5 jaar als bestuurder bij Intermetzo. Per dezelfde datum gaat zij aan de slag als voorzitter van de directie van het Nederlands Jeugdinstituut: de kennisnetwerkorganisatie voor jeugd- en opvoedingsvraagstukken. Ans zet hiermee haar inhoudelijke passie om de ontwikkeling van en zorg voor jeugd te versterken voort: een betekenisvol bestaan, naar vermogen kunnen participeren in een zo gewoon mogelijke context.

Wij zijn Ans zeer erkentelijk voor de wijze waarop zij Intermetzo door een moeilijke periode heeft geloodst. Als bestuurder heeft ze vanuit het belang van de cliënten en medewerkers van Intermetzo gehandeld. Voor Intermetzo heeft ze een nieuw perspectief gerealiseerd in de samenwerking met Pluryn. Op woensdag 19 april wordt op een inhoudelijke en feestelijke manier afscheid genomen van Ans bij Pluryn-Intermetzo. We combineren dit afscheid met een symposium.

Rob de Jong en Monique Kavelaars
Raad van Bestuur
Pluryn-Intermetzo
Op 17 mei schreef Mieke Mosmuller op haar weblog ‘Wat “zien” wij, wanneer we onze blik richten op ons eigen denken?’
Met welk zintuig kunnen we het denken waarnemen? Niet met onze ogen of oren, dat is duidelijk genoeg. Wanneer we proberen om het denken voor de eerste keer te vatten, het is gedachte wat we zien: inhouden. We weten wat we aan het denken zijn wanneer we gezonde mensen zijn. Het is het bewustzijn wat maakt dat we weten wat we denken. Of, om het andersom te stellen: omdat we weten wat we denken, zijn we bewust.

Maar dit is niet het denkproces, niet de activiteit van het denken wat we waarnemen. Als we proberen om het denken als een activiteit te vatten, dan hebben we een ander specifiek zintuig nodig, we zouden het ‘innerlijk zintuig’ kunnen noemen.

Als eerste moeten we ons herinneren wat we deden, we kunnen niet het denken zien terwijl we denken. We moeten oefeningen doen om actief te denken en vervolgens te herinneren wat we precies deden toen we dachten. Hetzelfde ‘zintuig’ dat het mogelijk maakt om herinneringen te hebben geeft ons de kracht om te herinneren hoe we hebben gedacht – ook al vergt het meer innerlijke energie om dat te doen. Het heeft tijd nodig om ons denken te wekken. De gedachten zijn over wanneer we onze blik op het denken richten. Maar proberen om het proces van het denken te vatten terwijl we denken, wekt een nieuw zintuig, het ‘innerlijke zintuig’. Een ding is absoluut zeker: het zintuig dat de akt van het denken waarneemt in het heden – meer dan van de herinnering – is ook denken. Het ‘oog’ waarmee we het denken zien als een activiteit is het denken zelf.

Twee dingen kunnen we hier leren zien. Het eerste is dat wij zelf elk begrip genereren, elke analyse en synthese, elke logische beweging in het denken. Hoewel gedachte als inhoud gegeven kan zijn – dat is, waar wij de inhoud niet creëren – moeten ze gedacht worden als we willen weten dat we ze hebben. En we kunnen niets denken dat ondenkbaar is. Dus is het bepaald schokkend om gewend te raken aan de ervaring dat denken door mij in het leven is gebracht, en alleen door mij. Niet de inhouden, maar de ‘kennende’ activiteit.

De tweede observatie in het denken over het denken is dat we echte kunstenaars van het denken zijn, dat we precies weten hoe we het moeten doen – hoewel we het ons nooit realiseren, en ons nooit zouden realiseren, als we niet waren begonnen om te proberen het denken waar te nemen met het denken.
Vandaag gevolgd door ‘Het ontwikkelen van een helder en onderscheidend denken’:
Zijn we er eenmaal van overtuigd dat het denken in de moderne Europese cultuur gespiritualiseerd moet worden en weten we dat het gespiritualiseerde denken een waarachtige cultuurfactor zou moeten worden, zonder welke we niet gewaar kunnen worden wat de engelen in onze zielen weven, dan komt de vraag: Hoe kunnen we een dergelijk denken ontwikkelen? Ons moderne intellectuele denken is niet bepaald gespiritualiseerd, het heeft juist alle spirituele wezen verloren en is een materieel denken geworden, een denken van ‘dingen’.

Het is niet mogelijk het wetenschappelijke intellectuele denken te transformeren in een spiritueel denken, zonder een stap daar tussen. Er ligt een soort afgrond tussen ons gewone wetenschappelijke denken en het denken dat we een ‘zuiver denken’ noemen. Dit zuivere denken kan dan gespiritualiseerd worden. Het gewone wetenschappelijke denken volgt de zintuigen en houdt zich wakker door erop te leunen. Het berust op bewijs en het heeft een materiële logica en een ‘no-nonsense’ vorm. Er wordt geen enkele stap opzij gezet naar gedachten die op zichzelf staan, zonder zintuigbewijs.

Spiritualisering ligt ‘achter’ het zuivere denken, dat helemaal geen zintuiginhoud nodig heeft. Wanneer we dus besluiten dat we het gespiritualiseerde denken willen ontwikkelen, zullen we de afgrond moeten ‘opvullen’, of een brug er over heen moeten bouwen, of vleugels moeten laten groeien om er overheen te kunnen vliegen. Als we alleen maar gedachten zouden ontwikkelen die zintuigvrij zijn, dan zouden we nog niet dit zintuigvrije zuivere denken hebben dat we ‘gespiritualiseerd’ noemen.

Wanneer we naar de wortels van ons intelligente denken teruggaan dan vinden we in de geschiedenis van de filosofie een markante figuur, die de eerste mens lijkt te zijn die pogingen doet om de mensen te leren zelf te denken: het is Socrates. Maar wanneer we dan de inhoud van deze dialogen bestuderen – die door Plato werden opgeschreven – vinden we nog steeds thema’s die ver verwijderd zijn van ons huidige rationele denken.

Na Plato komt Aristoteles, die de grondslag gelegd heeft van de kennis van wat logisch denken precies is. Maar daarnaast had hij een uitgebreide kennis van de natuur en van de fysica zoals dat in die tijd mogelijk was. Uiteraard lacht de moderne fysica om de fouten in zijn werk, maar met de middelen die er in die tijd waren kwam hij toch heel ver.

Als filosoof schreef hij niet alleen werken over de logica. Hij schreef ook een werk dat wetenschap is, maar niet in een fysieke zin, geen fysica. Aristoteles was van mening dat de wetenschap van de natuur, van de fysica, onmogelijke is zonder deze andere wetenschap die niet fysisch is. Het is een wetenschap die naast de wetenschap als het ware meeloopt, die boven alle wetenschap uitgaat, omdat alles zijn oorsprong daarin heeft en er weer in terugkeert. De wetenschapper moet immers zijn werk op de juiste manier doen. Daarom heeft hij een wetenschap nodig, die meer is dan wetenschap. Wanneer we deze wetenschap een naam willen geven, zouden we moeten zeggen dat deze boven de wetenschap uit gaat, in het Grieks zou dat zijn: Metafysica. In dit werk van Aristoteles met die naam, waarin een visie op de pasgeboren, rationele logica werd ontwikkeld, vinden we nog een mogelijkheid om te ontdekken wat intelligent denken eigenlijk is. We moeten innerlijk actief worden en het is nogal lastig voor onze luie zielen die gewend zijn aan een denken dat heel losjes met de dingen meedenkt. Uiteraard kunnen we ook deze teksten van Aristoteles op die losse manier lezen, oppervlakkig en snel, en er dan niets aan hebben. Maar wie een diepe liefde heeft voor deze hoogste menselijke kwaliteit, voor de ware intelligentie, zal een waarachtig geluk en een genade voelen bij het lezen - en beleven van wat in de ziel gebeurt door het denken bij het lezen - van de metafysica van Aristoteles.

Hij begint dit werk met een voorwoord. Ik citeer de eerste alinea.

‘De opgave van de wetenschap die gericht is op het onderzoeken van de waarheid, mag men wel in een bepaald opzicht als moeilijk, in een ander opzicht als makkelijk benoemen. Een teken daarvoor is al, dat geen enkele denker deze weliswaar op volkomen treffende wijze bereiken kan, geen enkele deze echter volkomen missen kan, maar altijd toch tenminste iets naar voren weet te brengen wat in overeenstemming is met de natuur van de zaak, en dat, wanneer ook de afzonderlijke persoon de waarheid helemaal niet of maar een beetje vat, toch uit het samenwerken van allen tenslotte een zeker quantum van weten ontstaat. Wanneer het dus iets te beteken heeft als we met het spreekwoord zeggen: een goede schutter mist wel eens een schuurdeur! - dan zal in deze zin onze opgave altijd gemakkelijk zijn. Dat men echter heel wel met het deel het doel kan bereiken en toch aan het geheel mislukken kan of omgekeerd doet de moeilijkheid blijken. Het zou namelijk ook nog zo kunnen zijn dat de grond van de moeilijkheid die zich dus in tweevoudige zin toont, veel minder in het object ligt dan in ons zelf. Want zoals het oog van de vleermuis zich verhoudt tot het daglicht, zo verhoudt zich het denkende vermogen van onze geest tot de objecten, die van nature en op zich onder alles wat bestaat juist het meest lichtvolle zijn.’

We kunnen zo’n klein stukje tekst op verschillende manieren lezen. De betekenis is niet zo moeilijk te vatten. Maar wanneer we een onafhankelijk, helder en zuiver denken willen ontwikkelen, dan zouden we de beweging in de betekenis moeten zien te vinden. Dat gaat in dit eenvoudige voorwoord nog makkelijk. We vinden dan de muzikale werking van de gedachten die goed gecomponeerd zijn: de these, antithese en de synthese, de dialectische vorm, de beelden die in woorden gevat zijn. Dat zou een stap in de richting van het zuivere denken zijn, en dit denken kan worden gespiritualiseerd.
Wat ook nog van belang is, in het kielzog van de verkiezingen, was deze oproep op 5 mei, ‘PvdD roept alle biologisch(dynamische) melkveehouders op vrijstelling te claimen’:
De Partij voor de Dieren roept alle biologische en biodynamische melkveehouders op, die gedwongen werden dieren af te voeren van hun bedrijf, bezwaar aan te tekenen bij staatssecretaris Van Dam van Economische Zaken. Aanleiding is de uitspraak die de rechtbank in Den Haag gisteren deed in een zaak die enkele biologische melkveehouders hadden aangespannen tegen de Staat. De rechter oordeelde dat het onterecht is dat biologische en biodynamische melkveehouders moeten meewerken aan de fosfaatreductieplannen van het kabinet, omdat biologische boeren het fosfaatoverschot niet hebben veroorzaakt.

De Partij voor de Dieren is blij dat de rechter Van Dam nu terugfluit, waar de Tweede Kamer het eerder liet afweten. Esther Ouwehand heeft verschillende voorstellen ingediend om de biologische en biodynamische boeren vrij te stellen van de maatregelen, maar kreeg daarvoor geen meerderheid in de Tweede Kamer.

Ouwehand: “Biologische boeren moesten ten onrechte bloeden voor de onverantwoorde uitbreiding van de intensieve melkveehouderij. De Tweede Kamer had Van Dam terug moeten fluiten, maar verzuimde – zoals vaker in het landbouwbeleid – haar plicht. Gelukkig corrigeert de rechter het kabinet nu alsnog. De vervuiler moet betalen, niet de biologische boer die wél binnen de milieugrenzen blijft.”

De uitspraak van de rechter geldt voorlopig alleen voor de melkveehouders die de procedures hebben aangespannen. Biologisch(dynamische) melkveehouders die aanspraak willen maken op dezelfde uitzonderingspositie moeten dit schriftelijk kenbaar maken aan de staatssecretaris. De Partij voor de Dieren roept daarom alle biologisch(dynamische) melkveehouders die gedwongen werden dieren af te voeren van hun bedrijf op zo snel mogelijk bezwaar aan te tekenen bij het ministerie.
Hiermee is het met het Nederlandstalige deel voorlopig wel gedaan. Wat volgt is in het Duits. Om te beginnen een artikel van Laura Krautkrämer uit maandblad Info3 op 3 mei, over een onderwerp dat net ook al ter sprake kwam.
Langzeit-Dokumentation über Waldorfschulklasse

Glücksfall für die Waldorf-Welt

Acht Jahre lang begleitete die Filmemacherin Maria Knilli eine bayerische Waldorfschulklasse durch die Klassenlehrerzeit – von den ersten mühsam gezeichneten “Krummen und Geraden” über Ackerbau- und Hausbau-Epoche bis hin zu Klassenspiel und Achtklass-Jahresarbeiten. Nun ist der dritte und letzte Teil der ungewöhnliche Langzeit-Dokumentation abgeschlossen: Am 10. Mai hat “Auf meinem Weg” auf dem Münchener DOK.fest Premiere.

Wenn Kinder in die Schule kommen, entlassen ihre Eltern sie in eine Sphäre, an der sie nur indirekt teilhaben – und das ist natürlich auch gut so. Dennoch fragen sich gerade Eltern, die selbst keine Waldorfschule besucht haben, sicherlich häufig, was ihre Kinder dort eigentlich so alles erleben. Was es bedeutet, dass sie (meist) acht Jahre lang die ersten beiden Stunden des Tages mit ihrer Klassenlehrerin, ihrem Klassenlehrer verbringen. Dass sie in dieser riesigen Klassengemeinschaft mit Wachsblöckchen die ersten Krummen und Geraden malen, beim Rechnen herum hüpfen, Flötespielen lernen. Gemeinsam älter werden. Manches erzählen die Kinder, manches erahnen die Eltern, wenn sie beim Elternabend einmal selbst Formenzeichnen, Eurythmie oder andere “Waldorf-Specials” ausprobieren.

Intime Einblicke ins Waldorf-Klassenzimmer

Vor dem Hintergrund dieser persönlichen Fragen, aber auch der breiten bildungspolitischen Diskussion über alternative pädagogische Ansätze kann das ungewöhnliche Waldorf-Filmprojekt der Münchner Filmemacherin Maria Knilli nur als Glücksfall bezeichnet werden. In Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk hat sie eine Langzeit-Dokumentation über eine Klasse der Waldorfschule Landberg am Lech gedreht, die intime Einblicke ins Waldorf-Klassenzimmer erlaubt. Was mit “Guten Morgen, liebe Kinder” 2010 seinen Anfang nahm und 2013 mit “Eine Brücke in die Welt” fortgesetzt wurde, findet nun mit “Auf meinem Weg” seinen zumindest vorläufigen Abschluss: Entstanden sind drei abendfüllende Dokumentarfilme, mit denen wir die Schülerinnen und Schüler durch die achtjährige Klassenlehrerzeit begleiten, durch die wir an Höhepunkten teilhaben wie den Klassenspielen oder einer Alpenüberquerung in mehreren Etappen, aber eben auch an den ganz alltäglichen Momenten, die das Leben und Lernen an einer Waldorfschule ausmachen. Und auch wenn die Praxis der Waldorfpädagogik in hohem Maße von der Persönlichkeit der jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer abhängt, zeigt doch das Beispiel dieser Landsberger Klasse eine Ausprägung dieser Pädagogik, die durchaus auch allgemeinere Rückschlüsse zulässt.

Dass “Auf meinem Weg”, der Film über die siebte und achte Klasse, auf dem DOK.fest München Premiere feiert, ist durchaus als Ritterschlag zu werten. Der BR sendet den Film eine Woche später, zeitgleich erscheint die DVD. Aus den teils verträumten, teils wilden Erstklässlern sind hochaufgeschossene Teenager geworden, mit allen Ecken und Kanten, die in diese Entwicklungsphase gehören. Anders als bei den vorhergehenden beiden Filmen kommen die Jugendlichen diesmal auch direkt zu Wort – sie befragen sich gegenseitig vor der Kamera zu ihren Erfahrungen: Welche Bedingungen sie brauchen, um gut lernen zu können, was ihnen an der Waldorfschule gefällt oder was nicht, oder auch, wie sie die lange gemeinsame Lern-Zeit mit ihrer Klassenlehrerin Christiane Umbach beurteilen.

Interview

Frau Knilli, Sie haben nun mit allen Vor- und Nachbereitungen insgesamt rund zwölf Jahre Lebenszeit in dieses ungewöhnliche Filmprojekt gesteckt. Wenn Sie zurückschauen – welches Fazit ziehen Sie dann?

Es gibt zwei Punkte: Das eine war für mich die Erkenntnis, dass der Mensch lernen will und man ihn nur nicht stören darf. Schon nach dem ersten Film habe ich begriffen, dass das geradezu ein Naturgesetz ist. Das zweite, mindestens genauso Wichtige: Beziehung als Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Das konnte ich immer wieder beobachten, etwa wenn neue Fachlehrer in die Klasse kamen. Es brauchte immer eine Zeit, bis sich die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern aufbauen konnte, erst dann lief die Zusammenarbeit gut.

Sind Sie jetzt froh, dass es vorbei ist – oder eher wehmütig?

Das Ganze war natürlich ein Kraftakt, aber eben auch ein Geschenk, dass wir über eine so lange Zeit hinter die Klassentüren schauen durften. Ich war schon ein bisschen wehmütig, Abschied von den Jugendlichen zu nehmen. Tatsächlich würde ich gerne in zwei Jahren, wenn sie in der zwölften Klasse sind, noch ein Folgeprojekt machen und sie am Ende der Waldorfschulzeit zu ihrem Resümee und vor allem auch zu ihren Plänen befragen.

Allerdings geht das Projekt auch jetzt schon auf einer anderen Ebene weiter: Wir bereiten in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Forschungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen ein Video-on-Demand-Portal vor, für das wir das umfangreiche, spannende Filmmaterial nutzen wollen, das in den acht Jahren Dreharbeiten entstanden ist und natürlich nur zu einem kleinen Teil in den Filmen verwendet wurde.

Was ist da genau geplant?

Wir bereiten das Material so auf, dass es Unterrichtsbeispiele zu bestimmten thematischen Fragestellungen bietet. Zugang zu diesem nicht-kommerziellen Portal bekommen dann alle Interessenten, die sich als Hochschulangehörige oder Lehrer bzw. Studierende ausweisen können. Die Ausrichtung ist international: Alles wird englisch untertitelt, nach Möglichkeit auch noch spanisch. Im Herbst 2017 soll es online gehen, und dann je nachdem, welchen finanziellen Spielraum wir haben, sukzessive weiter ausgebaut werden.

Mehr Informationen:

32. DOK.fest München

“Auf meinem Weg”, Filmpremiere und Panel-Diskussion, mit Bayern2-Notizbuch-Moderator Klaus Schneider, Hennig Kullak-Ublick vom Bund der Freien Waldorfschulen, BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und Maria Knilli, Mittwoch, 10.5.2017, 18 bis 20:45 Uhr, Rotes Kino HFF München

Sendetermine:
“Guten Morgen, liebe Kinder” , BR Fernsehen, Dienstag, 9.5.2017, 22:30h
“Eine Brücke in die Welt”, BR Fernsehen, Dienstag, 9.5.2017, 24:00h
“Auf meinem Weg”, BR Fernsehen, Dienstag, 16.5.2017, 22:30h
Dan is er deze belangwekkende informatie op de website van de Medical Section/Medizinische Sektion aan het Goetheanum, ‘Research in Anthroposophic Medicine’:
Anthroposophic Medicine is an area of high research activity, assessing efficacy, effectiveness, safety, and costs of interventions, analysing active ingredients and physiological, biochemical, cellular or genetic effects of individual interventions, exploring basic concepts, anthropological dimensions, historical background, investigating patients’ and health care providers perspectives or new innovative areas.

Research is done in many institutes worldwide and uses well established methodologies, following general guidelines, or developing methodologies. Research results are presented in the following examples:

System assessment, Reviews, Research Methods

- Systematic Assessments, Overviews
- Whole system of Anthroposophic Medicine
- Methodology and Case Reporting
- Basic Research on Herbal Remedies
- Health Service Research
- Safety and Pharmacoepidemiology
- Health Economy
- Personalized Integrative Health Care
- Development of Questionnaires

Investigating Clinical Fields

- Dermatology
- Mistletoe Therapy of Cancer Disease
- Atopic Diseases, Prevention
- Cancer Care
- Cardiology and Chronobiology
- Acute Infections and Fever
- Antimicrobial Resistance
- Rheumatology
- Pulmology
- Pediatrics
- Pediatric Oncology and Heamtology
- Gastroenterology
- Neurology
- Psychiatry
- Obstetrics
- Chronic Pain
- Spirituality
- Patient Perspective
- Child Development
- Nursing Research
- Eurythmy Therapy
- Art Therapy
- Other Non-Pharmacological Interventions

Basic Concepts and Anthropology, Medical History

- Medical Anthropology
- Medicine and evolution
- Concept of organism in Anthroposophic Medicine
- Basic concepts of Anthroposophic Medicine
- History of Anthroposophic Medicine

Educational Research

- Medical Education
Op wetenschappelijk gebied heb ik verder te melden:
Rudolf Steiner: Band 8,1-2: Schriften zur Anthropogenese und Kosmogonie

Ca. 2 Bände
Ca. 16,5 x 24,5 cm.
Leinen
Deutsch
ISBN 978-3-7728-2638-2
Dezember 2017
Einzelpreis:
ca. € 216,–
Preis bei Gesamtabnahme:
ca. € 196,–

Aus der Akasha-Chronik – Die Geheimwissenschaft im Umriss.
Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Christian Clement.
Vorwort von Wouter Hanegraaff.

Die ›Geheimwissenschaft‹ von 1910 stellt einen zusammenfassenden Abschluss der theosophischen Phase im Denken Rudolf Steiners dar. Steiners bereits in der ›Theosophie‹ von 1904 formuliertes esoterisches Menschenbild erfährt hier eine erneute und vertiefte Darstellung, indem es eingebettet wird in eine spirituelle Kosmogonie und Anthropogenie, die an theosophische Vorbilder bei Böhme und Blavatsky ebenso anknüpft wie an philosophische Weltentstehungsmodelle von Platon bis Schelling. Der Band enthält zudem zwei wichtige Vorstufen steinerschen Entwicklungsdenkens: ein kosmogonisches Fragment aus der Zeit um 1903 und die 1905–1908 entstandene Aufsatzreihe ›Aus der Akasha-Chronik‹.

Alle Bände

Band 1: Schriften zur Goethe-Deutung – in Vorbereitung
Band 2: Philosophische Schriften – lieferbar
Band 3: Intellektuelle Biographien – in Vorbereitung
Band 4,1-2: Schriften zur Geschichte der Philosophie – in Vorbereitung
Band 5: Schriften über Mystik, Mysterienwesen und Religionsgeschichte – lieferbar
Band 6: Schriften zur Anthropologie – lieferbar
Band 7: Schriften zur Erkenntnisschulung – lieferbar
Band 8,1-2: Schriften zur Anthropogenese und Kosmogonie – in Vorbereitung
Het gaat dus om
Rudolf Steiner: Schriften. Kritische Ausgabe (SKA)
Herausgegeben von Christian Clement.

Die kritische Edition der Schriften Rudolf Steiners (1861-1925) bietet die Grundlagentexte der Anthroposophie, der wohl bedeutendsten esoterischen Bewegung des 20. Jahrhunderts, zum ersten Mal in textkritischer Ausgabe. Steiners zentrale Schriften zwischen 1884 und 1910 werden in ihrer Textentwicklung durch die verschiedenen Neubearbeitungen hindurch verfolgt, im Rahmen von Steiners intellektueller Biographie kontextualisiert und hinsichtlich ihrer Quellen und Bezüge umfassend transparent gemacht. So wird ein neuer Editionsstandard für das geschriebene Werk Steiners gesetzt, welcher der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anthroposophie eine unverzichtbare textuelle Grundlage schafft und mit Blick auf die Zukunft Bestandteil einer historisch-kritischen Ausgabe sein kann.
Op 21 mei schreef Christian Clement op de Facebookpagina van de Rudolf Steiner: Schriften – Kritische Ausgabe. SKA:
Das Vorwort zum demnächst erscheinenden Band 8 der SKA hat übrigens niemand geringer als Wouter Hanegraaff geschrieben. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

“Steiners Ziel war, die theosophische Praxis der Psychometrie mit Hilfe der Philosophie des deutschen Idealismus auf eine solide epistemologische Grundlage zu stellen. Durch diesen besonderen Beitrag – durch den die Anthroposophie in der Geschichte des Okkultismus eine Sonderstellung einnimmt und sich deutlich von anderen Strömungen unterscheidet – schuf Steiner zugleich eine solide Grundlage für seinen eigenen Anspruch auf charismatische Autorität.

Im Hinblick auf die detaillierten und ausführlichen Schilderungen in seiner “Chronik” und seiner “Geheimwissenschaft” besagt dieser Anspruch, dass deren Wahrheit oder Korrektheit per definitionem von jemandem, der den entsprechenden Grad innerer Entwicklung noch nicht erreicht hat, grundsätzlich nicht festgestellt oder beurteilt werden kann. Logisch betrachtet muss dann aber auch der Umkehrschluss wahr sein: Das Nichteintreten von Verständnis oder von Akzeptanz dieser Lehren als wahrheitsgemäß kann dann als verlässliches Zeichen dafür gedeutet werden, dass der Kandidat Steiners eigenen Grad von Einsicht noch nicht erreicht hat.

Wir sehen uns hier jener klassischen Logik gegenüber, welche den Kern nicht nur des steinerschen, sondern jedes hierarchischen Systems spiritueller Einweihung ausmacht: »Wenn du verstündest, dann würdest du zustimmen – wenn du also nicht zustimmst, ist somit klar, dass du noch nicht verstehst«. Aus diesem Dilemma gibt es keinen anderen Ausweg als denjenigen, der als argumentum ad verecundiam oder ›Berufung auf Autorität‹ bekannt ist. Die Implikationen für den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, den Steiner für seine Geisteswissenschaft erhebt, stellen eine zentrale Frage dar, der letztlich kein Leser dieser Bände wird ausweichen können.”
Een dag eerder had hij daar laten weten, naar aanleiding van een nieuwe aflevering van de Anthroblog van Lorenzo Ravagli:
Ich freue mich schon darauf, diesem Beitrag von Lorenzo Ravagli, der zwar treulich Rudolf Steiners Texte nacherzählt, dem aber jegliche ideengeschichtliche Perspektive abgeht und der damit symptomatisch für die historische Blindheit eines Großteils der binnenanthroposophischen Steiner-“Forschung” steht, meine Einleitung zu Band 8 der SKA entgegenzusetzen:

“Ohne die Adaption von Goethes Morphologie und Haeckels Entwicklungslehre wäre die steinersche Kosmogonie, wie sie in der Geheimwissenschaft konzipiert wird, nicht realisierbar gewesen. Zwar lehnt sie sich auch, wie noch zu zeigen sein wird, in nachhaltiger Weise an die theosophischen Kosmogonien Sinnetts und Blavatskys an, lässt sich aber aus diesen allein, auch wenn dies in der kritischen Steinerforschung immer wieder versucht worden ist, in ihrer spezifischen Gestaltung nicht erklären. Denn ihre Besonderheit liegt gerade in der Art und Weise, wie Steiner diese theosophischen Vorbilder im Sinne seines morphologischen Wirklichkeitsverständnisses und seiner idealistischen Philosophie adaptiert, interpretiert und modifiziert hat.” (Aus der Einleitung zu SKA 8).

Wer so ausführlich über Steiner redet, ohne auch nur zu erwähnen wo die Ideen historisch herkommen, die da verhandelt werden (anekdotische Hinweise auf jüdische und islamische Mystik, die mit Steiner wenig zu tun haben, tun es nun wirklich nicht), muss sich nicht wundern, wenn er von der kritischen Forschung nicht ernstgenommen wird. Auf dem von Ravagli eingeschlagenen Weg wird die binnenanthroposophische Forschung aus ihrer anthroposophischen Humunkulusglocke nicht heraus ins wissenschaftliche Leben finden.
Het ging om ‘Kosmogonie und Theogonie der »Geheimwissenschaft« 1909/10 (22)’ van Lorenzo Ravagli. Gisteren plaatste Christian Clement deze tekst op Facebook:
“Mitwissenschaft der Schöpfung”

Erster Abschnitt einer Einleitung in die kosmogonischen Schriften Rudolf Steiners

“Aus der Quelle der Dinge geschöpft und ihr gleich, hat die menschliche Seele eine Mitwissenschaft der Schöpfung. […] Dieses Ur-Bild der Dinge schläft in der Seele als ein verdunkeltes und vergessenes, wenn gleich nicht völlig ausgelöschtes Bild. […] Es ruht in diesem die Erinnerung aller Dinge, ihrer ursprünglichen Verhältnisse, ihres Werdens, ihrer Bedeutung.” (F. W. J. Schelling: Einleitung zum Weltalter-Fragment, 1811)

Es gibt wenige im 20. Jahrhundert geschriebene Darstellungen der Welt- und Menschheitsentwicklung, die es so schwer haben werden, in ihrem Anspruch und in ihrer Konzeption von einem allgemeinen Lesepublikum der Gegenwart verstanden zu werden, wie die im vorliegenden Band versammelten und hier zum ersten Mal in textkritischer Edition herausgegebenen Schriften Rudolf Steiners zur Kosmogonie und Anthropogenese. Die Reaktion vieler Leser, auch und gerade der gebildeten, wird wahrscheinlich ähnlich ausfallen, wie diejenige, die Steiner selbst im Vorwort zu seiner Geheimwissenschaft von 1910 prognostiziert hat:

“Wer ein paar Seiten dieses Buches gelesen hat, wird es, je nach seinem Temperament, lächelnd oder entrüstet weglegen und sich sagen: es ist doch sonderbar, was für Auswüchse eine verkehrte Gedankenrichtung in gegenwärtiger Zeit treiben kann. Man legt diese Ausführungen am besten zu mancherlei anderem Kuriosen, was einem jetzt begegnet.”

Auch dem Verfasser dieser Zeilen ging es, wenn diese persönliche Bemerkung an dieser Stelle erlaubt ist, nicht anders als ihm vor gut zwei Jahrzehnten die Geheimwissenschaft Steiners zum ersten Mal in die Hände kam. In den ersten Kapiteln fand er als in esotericis durchaus beschlagener Leser wenig, was ihm nicht aus der einschlägigen Literatur bekannt gewesen wäre. Berichte über ›Astralleiber‹ und ›Chakren‹, Vorstellungen über ›Reinkarnation‹ und ›Karma‹, Visualisierungen nachtodlicher Erlebnisse oder Meditationsübungen stellten ihn vor keine großen Verständnisschwierigkeiten. Als er jedoch zum Kapitel ›Die Weltentwicklung und der Mensch‹ kam, war er trotz seiner Vorbildung und trotz einer hohen persönlichen Motivation (das Buch war ihm von hochgeschätzter Seite empfohlen worden) nicht in der Lage, das Kapitel zu Ende zu lesen, geschweige denn zu verstehen, worum es darin eigentlich geht.

Die gedankliche Herausforderung, vor die der zeitgenössische Leser dieser Texte sich gestellt sieht, wird deutlich wenn man zunächst einmal alle Einzelheiten der steinerschen Kosmogonie außen vor lässt und sich lediglich deren Grundidee in einfachster Form vor Augen stellt. Dies kann man etwa anhand der folgenden Aussagen Steiners aus seiner Schrift “Das Christentum als mystische Tatsache” von 1902 tun. Der Abschnitt beschreibt eine bestimmte Methode der allegorischen Bibelauslegung, die von spätantiken Neuplatonikern und in besonderer Weise von dem jüdisch-hellenistischen Gelehrten Philo von Alexandrien praktiziert wurde. Steiner schreibt dazu:

“Man kann den Schöpfungsbericht des Moses, nach Philos Überzeugung, dazu verwenden, die Geschichte der Gott suchenden Seele zu schreiben. […] Man vergegenwärtige sich, wozu eine solche Auslegung führen konnte. Man liest den Schöpfungsbericht und findet darin nicht nur eine äußerliche Erzählung, sondern das Vorbild für die Wege, welche die Seele nehmen muß, um zum Göttlichen zu gelangen. Die Seele muß also – darin nur kann ihr mystisches Weisheitsstreben bestehen – in sich die Wege Gottes mikrokosmisch wiederholen. Es muß sich in jeder Seele das Weltendrama abspielen. […] Moses hat nicht nur geschrieben, um geschichtliche Tatsachen zu erzählen; sondern um in Bildern zu veranschaulichen, was die Seele für Wege nehmen muß, wenn sie Gott finden will. […] Das Göttliche erkennen, heißt wie bei Plato, wie in der Mysterienweisheit: den Schöpfungswerdegang als eigenes seelisches Schicksal erleben. Geschichte der Schöpfung und Geschichte der sich vergöttlichenden Seele fließen dadurch in Eins zusammen.”

Steiner nimmt auf der einen Seite das »seelische Schicksal des Menschen, die »Geschichte der sich vergöttlichenden Seele« in den Blick, d. h. den individuellen und kollektiven Entwicklungsprozess des menschlichen Bewusstseins, den traditionellen Gegenstand der Geisteswissenschaften. Diesem stellt er dann den »Schöpfungswerdegang«, die »Geschichte der Schöpfung« entgegen, d. h. die Entwicklungsgeschichte der äußeren Natur und des Kosmos, das Objekt der Naturwissenschaften. Sodann wird postuliert, dass der ›draussen‹ ablaufende natürlich-materielle Entwicklungsprozess so dargestellt werden kann, dass er zum Bild jener Entwicklung wird, die sich geistig-seelisch im ›Inneren‹ des Menschen vollzieht. Die Geschichte des natürlichen Kosmos könne so zur Illustration des sich entwickelnden Menschenwesens werden, und umgekehrt. Eine solche Darstellung sei, nach der Auffassung Philos, die biblische Schöpfungsgeschichte. Sie sei so verfasst, dass ein Leser, der anhand dieses Textes die »Wege Gottes in der Welt« verfolgt (modern gesprochen: den Evolutionsprozess), sich zugleich das Wesen und die Entwicklungsgeschichte des Menschen in seinen leiblichen, seelischen und geistigen Ausdrucksformen vor Augen stellt. Naturgeschichte werde so in Philos Lesart zum Medium der Seelengeschichte bzw. Der Selbsterkenntnis.

Ein anderer Gedanke schließt sich an, und zwar die Vorstellung, dass in solcher durch Weltbetrachtung verwirklichten Selbsterkenntnis zugleich Erkenntnis des ›Göttlichen‹ sich ereigne, insofern ›Gott‹ nämlich als Begriff für die innere Einheit dessen verstanden wird, was sich dem Bewusstsein zuvor in die Dualität von ›Mensch‹ und Welt‹, von ›Subjekt‹ und ›Objekt‹ auseinandergelegt hatte. Zu diesem Zweck, so impliziert Steiner, seien solche Texte wie die biblische Genesis in den alten Mysterienschulen verfasst und systematisch verwendet worden. In solcher durch inspirierte Texte angeregten Selbsterkenntnis Gottes im und durch den Menschen – in solcher ›Theosophie‹, wie Steiner wenig später sagen wird – fließen dieser Auffassung nach »Geschichte der Schöpfung und Geschichte der sich vergöttlichenden Seele […] in Eins zusammen«.

Was Steiner in diesen 1902 formulierten Aussagen als den philosophisch-spirituellen Hintergrund der philonischen Bibelausdeutung beschrieben hat, umreißt zugleich die konzeptionelle Grundidee und die didaktische Wirkabsicht seiner seinen eigenen Schriften zur Kosmogonie, mit deren Konzeption und Veröffentlichung er etwa zwei Jahre später begann. In diesen wird ebenfalls die Geschichte der physischen Welt auf eine Art und Weise geschildert, in der das Geschilderte zugleich als Entwicklungsgeschichte der menschlichen Seele und des menschlichen Geistes erscheint. Und ihre didaktische Absicht besteht ebenfalls darin, dass der Leser, indem er die Entwicklungsgeschichte der Welt und der Menschheit denkend mitvollziert, die dabei gebildeten Vorstellungen und Gedanken zugleich als ein in die Dimensionen von Zeit und Raum ausgebreitetes Bild vom Wesen und Werden seiner eigenen körperlichen, seelischen und geistigen Natur erlebt. Er soll gewissermaßen sich selbst bzw. den Menschen als ein »Ur-Bild« aller Dinge erkennen lernen, in dem eine »Erinnerung aller Dinge« verborgen ist, »ihrer ursprünglichen Verhältnisse, ihres Werdens, ihrer Bedeutung«.

So führt uns Steiners Bezugnahme auf den Neuplatonismus Philos direkt zu seinem Verhältnis gegenüber der Philosophie des deutschen Idealismus und zu Schelling, dessen bekannte Worte aus den “Weltaltern” wir nicht ohne Grund als Motto an den Anfang dieser Darstellung gesetzt haben. Die anthroposophische Kosmogonie, die einerseits das Erbe platonisch-spätantiker Weltentstehungsspekulation antrat, knüpfte andererseits in vielen Aspekten an das ein Jahrhundert zuvor unternommene Abenteuer des schellingschen Weltalter-Projekts an. Wie beim späten Schelling wird auch in Steiners kosmogonischen Texten der Blick auf die Möglichkeit eines dritten Zugangs zur Wirklichkeit gerichtet, in dem Mythos und Logos, Glaube und Wissen, Bild und Begriff, mystische Erfahrung und kritische Reflexion einander nicht ausschließen, sondern bestrebt sind, sich im Bewusstsein ihres gemeinsamen Ursprungs und ihres Aufeinander-angewiesen-Seins neu zu begegnen und sich wechselseitig zu ergänzen und zu steigern. In der Tat sind die Parallelen zwischen beiden Entwürfen so auffallend, dass man den Eindruck gewinnen kann, Steiner habe seine Geheimwissenschaft von 1910 ganz bewusst als Erfüllung jener Hoffnung inszeniert, die Schelling in der Einleitung zu seinen “Weltaltern” von 1811 ausgesprochen hatte:

“Was hält sie zurück die geahnte goldene Zeit, wo die Wahrheit wieder zur Fabel, und die Fabel zur Wahrheit wird? […] Kann nie wieder die Erinnerung vom Urbeginn der Dinge so lebendig werden, daß die Wissenschaft, da sie der Sache und der Wortbedeutung nach Historie ist, es auch der äußeren Form nach seyn könnte, und der Philosoph, dem göttlichen Platon gleich, der die ganze Reihe seiner Werke hindurch dialektisch ist, aber im Gipfel und letzten Verklärungspunkt aller historisch wird, zur Einfalt der Geschichte zurückzukehren vermöchte? […] Vielleicht kommt der noch, der das größte Heldengedicht singt, im Geist umfassend, wie von Sehern der Vorzeit gerühmt wird, was war, was ist und was seyn wird.”

Die tiefe Verwurzelung der steinerschen Geisteswissenschaft im abendländischen Idealismus von Platon bis Schelling ist einer der Gründe, weshalb Steiners Texte für den gegenwärtigen Leser so schwer zugänglich sind. Wer diese philosophische Tradition nicht kennt, wird nur schwer einen hermeneutischen Zugang zu den in diesem Band versammelten Texten gewinnen können. Dazu kommt als weitere Voraussetzung ein Verständnis des morphologisch-monistischen Naturbegriffs, den sich Steiner in intensiver Auseinandersetzung mit den Entwicklungslehren Goethes, Darwins und Haeckels zu eigen gemacht hat. Und als dritte und vielleicht größte Schwierigkeit kommt hinzu, dass Steiner seine naturphilosophischen Vorstellungen ab 1902 in die Sprache der anglo-indischen Theosophie kleidet, wie sie um die Jahrhundertwende in den Schriften H. P. Blavatskys und William Scott-Elliots vorlagen.

Auf den folgenden Seiten soll der Versuch unternommen werden, für diejenigen Leser, die Steiners anspruchsvolle Texte nicht schon nach wenigen Seiten weglegen wollen, einen hermeneutischen, von ihrem Selbstverständnis ausgehenden und zugleich historisch-kritischen Zugang zu diesem hochkomplexen und voraussetzungsreichen Gedankengewebe zu entwickeln.

Bisherige kritische Darstellungen haben in der Regel irgendwelche äußeren Maßstäbe an Steiners Kosmogonie angelegt (naturwissenschaftliche, historistische, theologische) um zu zeigen, dass die steinersche ›Geisteswissenschaft‹ diesen Maßstäben nicht gerecht wird. Diese sei, so hieß es da, »naturwissenschaftlich nicht haltbar«, »sträube sich gegen den Historismus« oder »widerspreche dem christlichen Gottesverständnis«. Solche Kritik war freilich genauso zutreffend wie nichtssagend, da Steiner seinen Ansatz methodisch und vom Gegenstand her ausdrücklich von Naturwissenschaft, Historiographie oder Theologie unterschieden wissen wollte. Binnenanthroposophische Zugänge hingegen suchten sich in der Regel der Anthroposophie zwar von deren eigenem Selbstverständnis her zu nähern, verfielen dabei aber in den allermeisten Fällen in eine Totalidentifikation mit den Aussagen und Positionen Steiners, entbehrten der nötigen kritischen Distanz und verschlossen sich der Einsicht in die historisch-philologischen Bedingtheiten seines Werkes. So gestaltete sich diese Literatur zumeist als eine Mischung aus Hermeneutik, Apologetik, Scholastik und Hagiographie. Steiners Werk fungierte in der bisherigen Rezeption meist als Projektionsfläche, in dem seine Kritiker überwiegend das sahen und verurteilten, was ihrem Selbstverständnis nach nicht sein durfte, und in dem seine Anhänger oft vor allem das sahen und verklärten, was ihren geistig-seelischen Bedürfnissen entgegenkam. Als Ergebnis dieser Rezeptionsgeschichte ist Steiner heute einerseits zwar eine bekannte Größe; man kennt die Erfolgsgeschichten der Waldorfpädagogik, des biologisch-dynamischen Landbaus und der anthroposophischen Medizin und hat von den kontroversen Debatten um rassistische, antisemitische, nationalistische und autoritäre Tendenzen bei Steiner zur Kenntnis genommen. Aber das hinter alldem stehende Denken harrt weitgehend noch seiner Entdeckung und Rezeption. Die Nachwelt ist Steiner immer noch dasjenige schuldig, was er sich schon von seiner Mitwelt weitgehend vergeblich erhoffte, indem er ihr (nach einer vielerzählten Überlieferung) zurief: »Ich will nicht verehrt werden! Ich will verstanden werden!«.

Das Ergebnis unserer eigenen Bemühung um ein solches Verständnis möchten wir mit dieser Einleitung als einen neue Diskursmöglichkeiten eröffnenden kritischen Zugang zum Denken Steiners in den geisteswissenschaftlichen Diskurs der Gegenwart stellen. Ein solcher Zugang scheint insofern dringend geboten, als aufgrund der oben angedeuteten Rezeptionssituation, trotz der unübersehbaren Präsenz anthroposophischer Praxisfelder im gegenwärtigen Kulturleben und trotz einer Fülle von kontroversen Debatten um einzelne Aussagen und Anregungen Steiners, seine zentralen Begründungsargumente und somit der theoretische Lebensnerv des steinerschen Kulturbeitrags bisher kaum irgendwo zur Kenntnis genommen worden sind. Aus Sicht des Herausgebers dieser kritischen Ausgabe ist es nicht zu rechtfertigen, dass das Denken eines Mannes, dessen umfassender Versuch einer Fruchtbarmachung des Erbes idealistischer Philosophie unter den Bedingungen der Moderne so tiefgreifend auf Leben und Kultur der Gegenwart eingewirkt hat, auch heute noch – kurz vor seinem einhundertsten Todesjahr, das im Jahr 2025 begangen wird – in der Welt und in der Kulturnation, in der er wirkte, weitgehend unverstanden geblieben ist.
Nu wordt het al met al een beetje veel. Ik heb nog meer, maar misschien moet ik het hierbij laten. Nou, vooruit, eentje nog. Deze tekst van Wolfgang G. Vögele op Themen der Zeit op 1 mei over ‘Ernst Haeckel und Rudolf Steiner’:
Einst als “Irrlehren” bekämpft – heute weitgehend toleriert: Die Evolutionstheorie und die Anthroposophie.

von Wolfgang G. Vögele

Der Anthropologe Ernst Haeckel und der Philosoph Rudolf Steiner hatten sich das Ziel gesetzt, Religion und Naturwissenschaft im Sinne eines ganzheitlichen Weltbildes (Monismus) zu versöhnen. Eine aus theologischer Sicht bis heute unmögliche und unzulässige Vorstellung. Beide “Monisten” wurden daher von den Kirchen lange Zeit bekämpft.[1]

Der heftige Streit, der nach dem Erscheinen von Ernst Haeckels Bestseller “Die Welträtsel” (1899) zwischen Theologen und Darwinisten vor allem im deutschsprachigen Raum aufbrandete, ist aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar. Er hatte alle Merkmale eines Kulturkampfes. Breite Bevölkerungsschichten nahmen daran Anteil. Es ging um die Frage, ob der Mensch vom Affen abstamme oder von Gott erschaffen worden sei. Was heute gelegentlich als Dissens zwischen Kreationisten und Evolutionisten in die Medien dringt, ist nur ein schwacher Nachklang jener Auseinandersetzung.

Der verhasste “Affenprofessor”

Vielen Theologen galt der “Affenprofessor” Haeckel, der heftig gegen die Kirchen polemisierte, als Gotteslästerer. Gegen den von ihm 1906 gegründeten “Deutschen Monistenbund” gründeten sie Gegenorganisationen.

Alles, was diesem “Ketzer” an Unglücksfällen widerfuhr, schien bei manchen Theologen nicht Mitleid, sondern Schadenfreude auszulösen. Als Ernst Haeckel im 78. Lebensjahr infolge eines Sturzes einen Hüftknochenbruch erlitt, waren die Kundgebungen der Teilnahme so zahlreich, dass der Gelehrte ein gedrucktes Dankschreiben versandte. Darin ist von einem langwierigen, schmerzhaften Heilungsprozess die Rede. Jedoch erreichten ihn nicht nur mitfühlende Wünsche. Folgender Ausschnitt aus einem Brief drückt aus, was wahrscheinlich viele Kritiker Haeckels dachten, aber nicht zu sagen wagten:

“Sehr geehrter Herr Professor!
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. [...] Mit unverhohlener Freude haben wir positiven Christen davon gehört, daß Sie nun hoffentlich zu dauerndem Siechtum verurteilt sind. Mögen Sie auf Ihrem Schmerzenslager zu dem Bewußtsein kommen, daß Gott sich nicht spotten läßt. [...] Kurz nachdem Sie aus der Kirche ausgetreten sind, hat Sie der lebendige Gott von Ihrer Ueberhebung herabgestürzt! Vielleicht hilft Ihnen nun der Gott der Affen! Sie selbst sehen allerdings einem Affen ähnlicher als einem Menschen (!!) Mit dem Wunsche, daß Ihnen der lebendige Gott noch viele Zeichen seiner Allmacht in Gestalt von Schmerzen und Siechtum geben möge, daß Sie sich krümmen unter Schmerzen, daß sie nie wieder ganz geheilt werden mögen. Im Auftrage vieler positiver Christen, die sich über die gerechte Strafe Gottes freuen. Prof. D. v. B.”[2]

Der Magier von Dornach

Auch der Anthroposoph Rudolf Steiner – ein lebenslanger Verteidiger von Haeckels Naturforschung – galt den meisten Theologen als gefährlicher Ketzer. Er hatte zwar – im Gegensatz zu Haeckel – nicht gegen die Kirchen polemisiert, doch seine Lehre war aus katholischer Sicht als “Inbegriff christologischer Ketzerei”.[3]

Ende Oktober 1922 diskutierte in Berlin ein Kreis protestantischer Kirchenvertreter und Theologen mögliche Strategien gegen die anthroposophische Bewegung.[4] Im Schlusswort dieser Konferenz hieß es, bei der Bekämpfung der Anthroposophie handele sich um einen “Kampf auf Tod und Leben”. Diejenige Seite werde siegen, bei der der Heilige Geist sei. Als bald darauf der “Tempel von Dornach” niederbrannte, sah der Theologe Karl Barth darin ein Gottesgericht: “Von dem Brande des Goetheanums haben wir mit Genugtuung Kenntnis genommen. Hirsch meinte: Noch ist der Arm des Herrn ausgereckt [vgl. Jes. 5, 25; 9, 11.16.20; 10, 4]”[5]

Auch nach dem Tode Steiners (1925) wurde von katholischer Seite die Polemik fortgesetzt. So schrieb der katholische Pfarrer und Antisemit Max Kully im Vorwort seines Buches “Die Theo-Anthroposophie” (1926), er habe die Absicht, möglichst viel “belastendes Material” über Steiner zusammenzutragen. Dass der katholische Theologe und Steinerbiograph Helmut Zander Kully noch 2007 als seriöse Quelle heranzog, ist bemerkenswert.[6]

Von der Polemik zum Dialog

Sowohl die katholische wie die evangelische Kirche lassen heute die Evolutionstheorie gelten, so lange sie nicht zur Ideologie (Wissenschaftsgläubigkeit) ausartet. In Rückbesinnung auf Kant trennen sie streng Glauben und Wissen. Seit langem besteht eine Praxis des Dialogs zwischen Naturwissenschaftlern und Theologen.

Beide christlichen Konfessionen lehnen die Anthroposophie grundsätzlich ab. (Steiner unterscheide nicht Glaube und Wissen, er lehre einen “spirituellen Monismus”, eine “Selbsterlösungsreligion”, nebst Karma und Reinkarnation. Die Christologie Steiners trage den Charakter einer außerbliblischen Neuoffenbarung). An die Stelle der früheren Polemik ist jedoch (zumindest auf protestantischer Seite) die Bereitschaft zum Dialog getreten.

Anmerkungen:
1. Zum Verhältnis Steiner/Haeckel nach wie vor lesenswert: Johannes Hemleben: Rudolf Steiner und Ernst Haeckel. Stuttgart 1965.
2. Zit. nach: Der Monismus. Ztschr. für einheitliche Weltanschauung und Kulturpolitik. Blätter des Deutschen Monistenbundes. Jg. VI. 1911, Nr. 61, S. 319.
3. Otto Zimmermann S.J.: Die neue Theosophie, in: Stimmen aus Maria Laach, 79. Bd. (1910), 387-400 u. 479-495.
4. Ein ausführlicher Bericht über diese Konferenz ist in GA 259 abgedruckt.
5. Barth in einem Rundbrief an seine Freunde, Göttingen, 23. Januar 1923, in: Karl Barth – Edouard Thurneysen: Briefwechsel. 2 Bde. Zürich 1973 und 1974. Karl Barth Gesamtausgabe V, Briefe.
6. Zander, Anthroposophie in Deutschland. Göttingen 2007, S. 547.
De rest komt later nog wel eens een keer.
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(Hilversum, 1960) – – Vanaf 2016 hoofdredacteur van ‘Motief, antroposofie in Nederland’, uitgave van de Antroposofische Vereniging in Nederland (redacteur 1999-2005 en 2014-2015) – – Vanaf 2016 redacteur van Antroposofie Magazine – – Vanaf 2007 redacteur van de Stichting Rudolf Steiner Vertalingen, die de Werken en voordrachten van Rudolf Steiner in het Nederlands uitgeeft – – 2012-2014 bestuurslid van de Antroposofische Vereniging in Nederland – – 2009-2013 redacteur van ‘De Digitale Verbreding’, het door de Nederlandse Vereniging van Antroposofische Zorgaanbieders (NVAZ) uitgegeven online tijdschrift – – 2010-2012 lid hoofdredactie van ‘Stroom’, het kwartaaltijdschrift van Antroposana, de landelijke patiëntenvereniging voor antroposofische gezondheidszorg – – 1995-2006 redacteur van het ‘Tijdschrift voor Antroposofische Geneeskunst’ – – 1989-2001 redacteur van ‘de Sampo’, het tijdschrift voor heilpedagogie en sociaaltherapie, uitgegeven door het Heilpedagogisch Verbond

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